Truphena Muthoni bricht Weltrekord mit 72-stündiger Baumumarmung
Kenianische Umweltschützerin setzt globales Zeichen für den Klimaschutz
Truphena Muthoni, eine 22-jährige Aktivistin aus Nyeri, hat den Guinness-Weltrekord für den längsten Baumumarm-Marathon aufgestellt. Sie hielt sich beeindruckende 72 Stunden lang an einem Royal-Palmenbaum fest und schaffte damit, den bisherigen Rekord von 24 Stunden zu übertreffen. Ihr Ziel war es, das Bewusstsein für den Schutz einheimischer Bäume und den Klimawandel zu schärfen.
Die historische Leistung wurde in der vergangenen Woche von Guinness World Records offiziell anerkannt. Muthoni, die Gründerin der Initiative „Hug the Earth“, absolvierte den Marathon im Dezember 2025 vor dem Büro des Gouverneurs von Nyeri, Mutahi Kahiga. Während der drei Tage und Nächte kämpfte sie gegen Erschöpfung, Schlafmangel und die Elemente, wobei ihre Leidenschaft für den Umweltschutz sie antrieb.
„Es ging nicht nur um einen Rekord“, erklärte Muthoni nach der Bestätigung. „Es war eine Botschaft an die Welt, dass unsere Verbindung zur Natur intim, beständig und unerschütterlich sein muss.“ Ihr außergewöhnlicher Einsatz war ein physisches Zeugnis für den Durchhaltewillen, der im Kampf gegen den Klimawandel notwendig ist. Muthoni, eine ehemalige Pfadfinderin, sagte, dass ihre Disziplin auf ihrer Ausbildung und ihrem tiefen Glauben beruhe, dass der Umweltschutz Opfer erfordere.
Die Bedeutung der Herausforderung
Der Rekord erforderte es, dass Muthoni ununterbrochen Kontakt mit dem Baum hielt, mit nur kurzen Pausen für Toilettengänge. Dies stellte nicht nur eine extreme körperliche, sondern auch eine geistige Herausforderung dar. Muthonis Leistung bricht nicht nur einen Weltrekord, sondern setzt ein starkes Zeichen für die Umweltbewegung und den Klimaschutz, das weit über einen sportlichen Erfolg hinausgeht.
Die Anerkennung ihres Rekords löste in ihrer Heimatstadt Mathira Jubel aus. Zusätzlich erhielt sie ein vollständiges Stipendium der Mount Kenya University, das ihr ermöglicht, ihre Umweltaktivitäten mit einem Abschluss in Umweltwissenschaften zu professionalisieren.
Die Veranstaltung wurde von der Nyeri County Regierung unterstützt, was die Rolle der dezentralisierten Verwaltungseinheiten im Kampf gegen den Klimawandel unterstreicht. Muthoni hofft, dass ihre Tat junge Kenianer dazu inspiriert, sich aktiv dem Umweltschutz zu widmen und den Staffelstab der Verantwortung weiterzugeben.
Indem sie 72 Stunden lang an einem Baum festhielt, erinnerte Muthoni die Welt daran, dass in einer Ära, in der Wälder in alarmierendem Tempo verschwinden, selbst die einfachste Geste – wie eine Umarmung eines Baumes – eine mächtige Form des Protestes sein kann.