Trump verzögert Davos-Reise nach Zwischenfall mit Air Force One
Am Abend des 20. Januar 2026 erlebte Präsident Donald Trump eine unerwartete Panne auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos, die die Planung seiner Reise durcheinanderbrachte. Was als Routineflug von Joint Base Andrews, Maryland, nach Schweiz beginnen sollte, wurde durch ein „kleines elektrisches Problem“ an Bord von Air Force One gestört.
Nach etwa 45 Minuten Flugzeit erkannte die Crew der Boeing 747, dass ein technisches Problem vorlag. Aus „Übermaß an Vorsicht“, wie es die Sprecherin des Weißen Hauses Karoline Leavitt formulierte, entschied man sich, zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Das Flugzeug landete sicher um 23:07 Uhr Eastern Time, weniger als eine Stunde nach dem Start. Nach der Zwischenlandung stieg Trump auf ein kleineres Flugzeug um: Eine Boeing 757, die normalerweise für Inlandsflüge genutzt wird und die als Air Force C-32 bezeichnet wird, hob nach Mitternacht ab, um die Reise fortzusetzen.
Ein verspäteter Präsident
Der Zwischenfall, bei dem die Lichter im Presseraum flackernd ausgingen, führte zu einer Verzögerung im Zeitplan des Präsidenten. Ursprünglich war geplant, dass Trump am 21. Januar 2026 um 8:30 Uhr Eastern Time vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos sprechen sollte. Nun, so berichtete der bereits anwesende Finanzminister Scott Bessent, würde der Präsident etwa drei Stunden später eintreffen.
Die Panne mit Air Force One lenkte die Aufmerksamkeit auf die fortschreitende Alterung der Flotte, die seit 1990 im Dienst ist. Die beiden modifizierten Boeing 747-200B-Jets, bekannt als VC-25A, sind das Rückgrat der amerikanischen Präsidentenflotte. Eine längst überfällige Erneuerung der Maschinen verzögert sich jedoch erneut: Die erste Ersatzmaschine wird voraussichtlich erst 2027 einsatzbereit sein, die zweite folgt 2028. Im vergangenen Sommer kündigte Trump an, dass ein Flugzeug aus der königlichen Familie Katars für den Einsatz als Air Force One umgebaut werden soll. Doch die Kosten für die Renovierung könnten mehrere hundert Millionen Dollar betragen.
Leavitt, die versuchte, die Stimmung aufzulockern, scherzte, dass ein Qatari-Flieger momentan „viel besser“ klinge – ein humorvoller Kommentar, der die anhaltenden logistischen Herausforderungen bei der Präsidentenreise verdeutlichte.
Der Zwischenfall, der den Präsidenten nicht ernsthaft gefährdete, zeigte jedoch die Professionalität der Air-Force-Crews, die auf jede erdenkliche Notlage vorbereitet sind. Ähnliche Vorfälle gab es bereits in der Vergangenheit: 2011 musste Air Force One mit Präsident Barack Obama aufgrund schlechten Wetters umkehren, und 2012 wurde Air Force Two mit Vizepräsident Joe Biden in Kalifornien von Vögeln getroffen, landete aber sicher.
Während Trump seine Reise fortsetzte, standen nicht nur die diplomatischen Herausforderungen in Davos im Mittelpunkt. Der Präsident hatte vor der Abreise aus den USA damit gedroht, neue Zölle auf acht Schlüsselallianzen, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, zu erheben, falls sie seine Forderung nach einer US-Kontrolle über Grönland unterstützten. Diese Drohung führte zu Besorgnis in Europa, und ein Notgipfel wurde für den 22. Januar 2026 einberufen.
Die Auswirkungen auf die Märkte waren spürbar: Der S