Trauerfeier für den „Champion der Menschen“ und ehemaligen Sinn-Fein-Abgeordneten Mickey Brady
Die Trauerfeier des ehemaligen Sinn-Fein-Abgeordneten Mickey Brady, der am 16. Januar 2026 im Alter von 75 Jahren verstorben ist, wurde von einer Vielzahl an rührenden Erinnerungen und bewegenden Tributen begleitet. Brady, der von 2007 bis 2015 als Abgeordneter für Newry und Armagh sowie später als MP bis 2024 tätig war, wurde von Freunden, Kollegen und seiner Familie als „Champion der Menschen“ gewürdigt.
Unermüdlicher Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft
Die Gedenkfeier fand in der St. Catherine’s Church in Newry statt, wobei die Rede von Liz Kimmins, der Ministerin für Infrastruktur und MLA für Newry und Armagh, den Kern von Bradys politischem und sozialen Engagement widerspiegelte. Kimmins beschrieb Brady als jemanden, der stets für die Schwächsten in der Gesellschaft kämpfte und deren Anliegen in den Vordergrund stellte. Als Gründer des ersten Wohlfahrtsberatungszentrums in Newry im Jahr 1981 veränderte Brady das Leben vieler Menschen, besonders der Bedürftigen, in Nordirland.
Brady war dafür bekannt, keine Bürozeiten zu haben – egal, wann und wo er gebraucht wurde, er war stets bereit zu helfen. Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 2024 half er weiterhin und füllte noch kurz vor seinem Tod Antragsformulare aus und unterstützte Bedürftige in seinem Büro. „Mickey war immer bereit, den Bedürftigen zu helfen und sicherzustellen, dass niemand ohne Unterstützung blieb“, erklärte Kimmins in ihrer Rede.
Brady, der für seinen langen Haarschnitt bekannt war, hinterließ einen bleibenden Eindruck als politische Figur, der das Wohl der Menschen über alles stellte. In seiner politischen Laufbahn, die von seiner Zeit als MLA bis zu seiner Rolle als MP reichte, kämpfte er an vorderster Front gegen Ungerechtigkeiten und setzte sich für viele gesellschaftliche Belange ein, von Bürgerrechten bis hin zur Unterstützung von Palästinensern und der Verteidigung des Daisy Hill Krankenhauses.
Während der Feierlichkeiten waren auch Familienmitglieder anwesend, die Mickey Brady als „liebenden Ehemann, engagierten Vater und hingebungsvollen Großvater“ beschrieben. Seine Tochter Saoirse erinnerte sich an ein immer wiederkehrendes Motto ihres Vaters, das er in jeder seiner Reden anbrachte: „Tiocfaidh ar la“ – „Unser Tag wird kommen“. Sie erzählte von seinem letzten Gespräch, in dem er von seiner Hoffnung sprach, eines Tages ein vereintes Irland zu erleben, in dem alle Menschen willkommen sind und Gleichheit herrscht.
Brady hinterlässt nicht nur eine politische Erbe, sondern auch einen bleibenden Eindruck in der Gemeinschaft, die er über Jahrzehnten diente. Trotz seines Todes setzte er sein Engagement fort und sammelte fast 5.000 Pfund für medizinische Hilfe für Palästinenser. „Sein Vermächtnis lebt in uns weiter, in seinen Kindern, Enkeln und der Gemeinde, die er so gut bedient hat“, sagte Saoirse.
Die Trauerfeier, die auch von prominenten Sinn-Fein-Vertretern wie Mary Lou McDonald und Michelle O’Neill besucht wurde, war ein klarer Beweis für die Bedeutung, die Mickey Brady für die Menschen in seiner Heimatstadt und weit darüber hinaus hatte. Der Priester, Father Gerard Tremer, erklärte, dass Mickey Brady für viele eine Lichtquelle in einer dunklen Zeit war, insbesondere während der schweren Zeiten der Arbeitslosigkeit und der politischen Unsicherheit in Nordirland.