Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Nachrichten

Tories unter Beschuss nach „Mental Health“-Kommentar über Suella Braverman

Die britischen Konservativen sehen sich einer heftigen Kritik gegenüber, nachdem sie angedeutet haben, dass Suella Braverman aufgrund von „psychischen Problemen“ zur Reformpartei gewechselt sei. Diese Bemerkung wurde inzwischen zurückgezogen, nachdem die Partei unter Beschuss geraten war, die psychische Gesundheit als „politisches Spielzeug“ zu missbrauchen.

Politische Eskalation nach Bravermans Defektion

Der Vorfall begann, als die Konservativen auf die Defektion von Suella Braverman, der ehemaligen Innenministerin, reagierten. In einer ersten Erklärung hieß es, dass die Partei „alles getan habe, um Suellas psychische Gesundheit zu unterstützen“, jedoch stellte sich heraus, dass sie „offensichtlich sehr unglücklich“ war. Dieser Kommentar stieß auf breite Empörung, und Kritiker warfen der Partei vor, psychische Gesundheit als politisches Werkzeug zu benutzen.

Braverman, die nun Reform UK beigetreten ist, wehrte sich gegen die Darstellung und erklärte in einer Pressekonferenz, dass der Tory-Vorsitzende ihr früher bereits eine „Nervenzusammenbruch“-Diagnose zugeschrieben hatte. Diese Anschuldigungen seien „ein bisschen lächerlich“ und „sagen mehr über sie als über mich“, so Braverman weiter.

In der politischen Diskussion wurden die Konservativen heftig kritisiert. Nigel Evans, der ehemalige stellvertretende Sprecher des Unterhauses, bezeichnete die Bemerkung als „empörend“, während Reform UK den Vorwurf als „unter der Gürtellinie“ bezeichnete. Auch Vertreter der Organisation „Rethink Mental Illness“ verurteilten die Äußerungen und betonten, dass solche privaten Informationen niemals öffentlich gemacht werden sollten.

Inmitten der Kontroverse zog die Konservative Partei ihre ursprüngliche Aussage zurück und veröffentlichte eine geänderte Version. Die Partei erklärte, dass die ursprüngliche Stellungnahme ein „Fehler“ gewesen sei, der versehentlich verschickt wurde. Doch auch die neue Erklärung wurde nicht ohne weiteres akzeptiert.

Die neue Erklärung und Bravermans Kritik

Die korrigierte Stellungnahme der Konservativen besagte, dass Bravermans Defektion immer nur eine Frage der Zeit gewesen sei. In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die Politikerin 2024 nicht genug Unterstützer fand, um sich für die Führung ihrer Partei zu bewerben, und dass sie nun versuche, ihr Glück bei Reform UK zu finden, obwohl Nigel Farage sie vor kurzem noch abgelehnt hatte. Die Partei kritisierte Bravermans Entscheidung, sich der Reformpartei anzuschließen, und behauptete, dass sie in einer Partei sei, die sich nicht wirklich um die Menschen im Land kümmere.

Braverman äußerte sich dazu, indem sie erklärte, dass sie fälschlicherweise geglaubt habe, der Euroskeptiker-Flügel der Konservativen habe unter Boris Johnson gewonnen, doch tatsächlich sei dieser „Brexit“ nur eine Fassade für eine politische Agenda, die ihrer Meinung nach sozialistisch und nicht konservativ gewesen sei. Sie fügte hinzu, dass die Partei heute eine „sozialdemokratische, linkslastige Partei aus Konservativen nur noch im Namen“ sei.

Abschließend sagte Braverman: „Die Konservative Partei ist verschwunden. Die Konservative Partei hat das Gebäude verlassen.“

Avatar-Foto

Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert