Thika: Scharfsinniger Händler entlarvt iranisches Diebes-Duo in „verblüffendem“ Raubnetz
In Thika wurden zwei iranische Staatsbürger verhaftet, nachdem ein aufmerksamer Ladenbesitzer die Gemeinde mobilisierte, um das „verblüffende“ Diebesnetz zu zerschlagen, das die örtlichen Geschäftsinhaber terrorisierte.
Heidari Mansoior Eslam (56) und Babaei Ahmad Mirzaaga (40) sind derzeit in Gewahrsam der Polizei von Thika, nachdem sie von der wütenden Menge beinahe Opfer von Selbstjustiz wurden. Die beiden sollen eine raffinierte Masche entwickelt haben, um als wohlhabende Kunden getarnt, Händler zu verwirren, sie zu betäuben oder „stupefizieren“ und anschließend ihre Kassen zu leeren.
Ein geplanter Schlag
Das Duo war gerade dabei, einen Handyshop im geschäftigen Zentrum von Thika zu betreten, als es Pech hatte. Der Ladenbesitzer erkannte die Gesichter der Täter aus einem unscharfen CCTV-Video, das in einer WhatsApp-Gruppe von Händlern verbreitet wurde. Unauffällig benachrichtigte er einen Kollegen, der erst vor einem Monat Opfer der beiden geworden war und 15.000 KES in einem ähnlichen „hypnotischen“ Diebstahl verloren hatte.
„Sie verhalten sich sehr nett, sehr verwirrt wegen der Währung“, erzählte das Opfer. „Bevor du es merkst, gibst du ihnen Geld und weißt nicht, warum.“ Nach positiver Identifikation wurde sofort der Alarm ausgelöst. Innerhalb weniger Minuten schloss sich die eigentlich recht individualistische Geschäftsgemeinschaft von Thika zusammen und stellte die Täter.
Die DCI (Kriminalpolizei) war gerade rechtzeitig vor Ort, um die Verdächtigen vor der aufgebrachten Menge zu retten, die genug von der zunehmenden Unsicherheit hatte. „Wir wollten ihnen eine Lektion erteilen“, sagte ein Motorradfahrer. „Warum kommen sie aus dem Iran, um von den hart arbeitenden Leuten zu stehlen?“
„Mchele“-Kultur und transnationale Kriminalität
Dieser Vorfall unterstreicht einen zunehmenden Trend der „transnationalen Kleinkriminalität“, bei dem Ausländer die lokale Gastfreundschaft ausnutzen. Die Methode erinnert an die verbreitete „mchele“-Kultur, bei der Drogen in Getränken oder Essen gestreut werden, um Opfer zu betäuben, und die mittlerweile auch den Tag über den Nachtclubbereich hinaus gewandert ist.
Die Verhaftung hat in der Geschäftswelt von Kiambu große Wellen geschlagen und dient als mahnendes Beispiel: Sicherheit ist heute nicht nur Aufgabe der Polizei, sondern auch der Wachsamkeit der Gemeinschaft. Die „Nyumba Kumi“-Initiative, die oft als bürokratisch abgetan wird, hat sich als erfolgreich auf den Straßen von Thika erwiesen.
Während das iranische Duo auf ihren Tag vor Gericht wartet, feiern die Händler von Thika einen seltenen Sieg der „Kleinen“ gegen die internationale Kriminalität. Dennoch bleibt die Gemeinde wachsam, da sie weiß, dass hinter jedem gefassten Täter möglicherweise noch weitere im Schatten lauern.