So verärgert hat man den sonst so bescheidenen und ruhigen Dominic Thiem noch selten gesehen.

Weniger die knappe 6:4,4:6,5:7-Niederlage gegen Fernando Verdasco () wurmte den 25-jährigen Weltranglisten-Vierten, als die Vorgeschichte beim Masters-1000-Turnier. Allen voran die Tatsache, dass man die Spieler am Mittwoch trotz absehbar anhaltenden Regens bis zum letzten Moment auf der Anlage behalten hat.

“Ich bin sehr schwer verärgert, weil mir taugt es einfach nicht, wie mit uns Spielern bei dem Turnier umgegangen wird. Gestern war für mich eine bodenlose Frechheit, weil es hat jeder Spieler und jedes Wetter-Radar gewusst, dass es gestern unmöglich war, auch nur einen Tennisball zu spielen”, echauffierte sich Thiem.

Man habe die Spieler so lange auf der Anlage behalten und die Matches exakt dann gecancelt, bis der italienische Fußball-Cup im sehr nahe an der Tennis-Anlage gelegenen Olympiastadion begonnen hat.

Das zu erwartende Verkehrschaos hat dann sein Übriges getan, denn der Transfer von der Anlage ins Hotel hat dann laut Thiem auch noch fast zwei Stunden gedauert. “Das ist für mich extrem schlecht organisiert. Ich war irgendwann spät im Bett und mich dann um 10.00 Uhr auf den Platz zu holen ist auch witzlos, finde ich.” Über die durch den Regen entstandene Ansetzung von zwei oder drei Matches am Tag würde er sich hingegen nie beschweren.

loading...