Südwesten Englands und Südwales: Seit Jahresbeginn kein Tag ohne Regen
Seit dem 1. Januar hat es im Südwesten Englands und in Südwales an jedem einzelnen Tag geregnet. Das meldet der britische Wetterdienst Met Office und kündigt weitere Niederschläge an. Für den Donnerstag gilt eine gelbe Unwetterwarnung vor Regen, die sich von Chichester bis Penzance erstreckt und große Teile Südost- und Südwestenglands sowie Teile von Südwales umfasst.
Der Met Office warnt vor örtlichen Überflutungen durch Oberflächenwasser, möglichen Überflutungen von Häusern und Geschäften sowie Unterbrechungen der Stromversorgung. Die anhaltenden Niederschläge könnten zudem den Verkehr behindern.
Über 50 Prozent mehr Regen als im Januar-Durchschnitt
Der Januar 2026 fiel in der Region bereits „deutlich nasser“ als üblich aus. Die gemessene Regenmenge lag über 50 Prozent über dem Durchschnitt für den Monat und war die zwölfthöchste seit Beginn der Aufzeichnungen. Stephen Dixon, ein Sprecher des Met Office, erklärt: „Nasses Winterwetter ist für die Gegend sicher nicht ungewöhnlich, aber bemerkenswert ist, wie die Abfolge von Fronten oder Tiefdruckgebieten aus dem Westen etwa ab Mitte Januar aus einem recht durchschnittlichen Monat einen viel nasseren als den Durchschnitt gemacht hat.“
Am Donnerstagmorgen droht von Süden herkommender Regen stellenweise „heftig und anhaltend“ zu werden. Bis zum Tagesende werden verbreitet 10 bis 20 mm, in einigen Gebieten sogar mehr als 30 mm Regen erwartet. Zugleich wird es für die meisten Orte spürbar kühler, wie Meteorologe Alex Deakin erläutert. Lediglich an der Südküste liegen die Temperaturen voraussichtlich über dem Durchschnitt.
Landesweite Warnungen und anhaltend unbeständiges Wetter
Die Unwetterlage beschränkt sich nicht nur auf den Süden. Für einen Teil Schottlands gilt ebenfalls eine gelbe Regenwarnung, wo Regen und schmelzender Schnee zu Verkehrsbehinderungen und Überschwemmungen führen könnten. Am Donnerstagmorgen waren in England zudem 62 Hochwasserwarnungen und 145 Vorwarnungen aktiv.
Die Prognose für die kommenden Tage sieht wenig Besserung: Tiefdruckgebiete werden weiterhin Wolken und Regen bringen, begleitet von einem frischen Ost- oder Südostwind. Auf den Hügeln Nordenglands und in Ostschottland könnte der auf nordwärts ziehende Regen auf kalte Luft treffen und zu weiterem Schnee führen. Einzige Ausnahme bleibt Westschottland, wo es voraussichtlich weiterhin trocken und hell bleibt.