Sturm Goretti verursacht Stromausfälle und bringt Schnee und Eis nach Großbritannien
Sturm Goretti hat in Großbritannien schwere Schäden verursacht, wobei Tausende von Haushalten ohne Strom sind und weiterhin mit eisigen Bedingungen und Schneefällen zu kämpfen haben. Mehr als 37.000 Haushalte in Südwestengland waren am Freitagabend ohne Strom, während auch in den West Midlands, dem Osten der Midlands und Wales mehrere Tausend Haushalte betroffen waren. Das Wetterphänomen brachte Windgeschwindigkeiten von fast 160 km/h, was zu einer seltenen roten Warnung für „gefährliche, stürmische“ Winde in der Region führte.
Verkehr und Schulen betroffen
Die kalte Witterung setzt sich fort: Die britische Meteorologieagentur warnte vor anhaltendem Schnee und Eis bis Sonntag, was zu weiteren Unannehmlichkeiten führen könnte. Der Straßenverkehr wird durch Schneeverwehungen und Eisbildung erheblich beeinträchtigt, und es wurden zahlreiche Flugausfälle, insbesondere bei British Airways, gemeldet. Am Freitag wurden mindestens 69 Flüge von und nach Heathrow storniert, was mehr als 9.000 Passagiere betraf. Auch mehrere Flughäfen, darunter East Midlands und Birmingham, meldeten Verzögerungen oder vorübergehende Schließungen aufgrund von Schnee.
Die Situation ist besonders dramatisch auf der Insel St. Michael’s Mount in Cornwall, wo über 80 Bäume umgestürzt sind. Der verantwortliche Gärtner, Darren Little, äußerte sich betroffen und bezeichnete die Schäden als „zehnmal schlimmer als bei jedem anderen Sturm, den er in den letzten Jahrzehnten erlebt hat.“ Der Sturm, der auch in Cornwall mit 61,8 mm Regen Rekordwerte verzeichnete, brachte auch die kältesten Temperaturen des Winters, mit -13,3 Grad Celsius in Braemar, Aberdeenshire.
Das vom Met Office herausgegebene gelbe Warnsignal für Schnee und Eis bleibt bis Sonntag bestehen, während auch die Gefahr von Überschwemmungen aufgrund des Schmelzens von Schnee und starken Regenfällen steigt. Die zuständigen Behörden haben angekündigt, dass der Einsatz von Rettungsdiensten und Hilfsmaßnahmen verstärkt wird, um die betroffenen Regionen zu unterstützen.
Mehr als 250 Schulen in Schottland, insbesondere in Aberdeenshire und in den Highlands, blieben am Freitag aufgrund des anhaltenden schlechten Wetters geschlossen. Auch die Justiz wurde durch die Wetterlage beeinträchtigt, da Gefangene nicht zu Gerichtsverhandlungen transportiert werden konnten.