Student nach Auseinandersetzung in Leicester erstochen – 18-Jähriger festgenommen
Nach einem tödlichen Angriff in der Innenstadt von Leicester hat die Polizei einen 18-Jährigen wegen Mordverdachts festgenommen. Das Opfer ist ein Student der De Montfort University (DMU). Die Ermittler gehen von einer Konfrontation zwischen zwei Männern aus, bevor es zu der Messerattacke kam.
Notfallversorgung blieb erfolglos
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag gegen 17 Uhr an der Ecke Oxford Street und Bonners Lane in der Nähe des Universitätscampus. Zunächst wurde gemeldet, ein Mann sei zusammengebrochen. Als die Polizei unterwegs war, wurde bekannt, dass der Mann, der in den Zwanzigern war, erstochen worden sei. Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen durch Passanten und des Einsatzes eines großen Rettungsaufgebots – darunter ein paramedizinischer Rettungswagen, drei besetzte Krankenwagen und ein Helikopter-Notarzt – starb der Student kurz nach der Einlieferung ins Leicester Royal Infirmary.
Ein Student, der anonym bleiben wollte, beschrieb die unmittelbaren Folgen: „Ich sah gerade, wie eine Person auf dem Boden lag und wiederbelebt wurde.“ Er sei auf dem Heimweg von einem Ausflug gewesen. Der Mann habe auf dem Gehweg gegenüber dem Bowling Green Pub gelegen. „Ich habe nicht genau hingeschaut, weil ich sehr sensibel bin“, sagte der Zeuge.
Polizei sucht dringend Zeugen
Die leitende Ermittlerin, Detective Inspector Lorna Granville, betonte, man sei dabei, den genauen Hergang zusammenzusetzen. Die Überwachungskameras in dem Bereich würden ausgewertet. Sie dankte den vielen Menschen, die dem Opfer noch vor Eintreffen der Rettungskräfte geholfen hatten, und bat sie sowie mögliche Dashcam-Besitzer, sich bei der Polizei zu melden (Fallnummer: 495 vom 3. Februar). Mehrere Straßen rund um den Tatort blieben vorübergehend gesperrt, was auch zu Verkehrsbehinderungen im Bereich des Krankenhauses führte.
Die Universitätsleitung zeigte sich bestürzt. Vizekanzlerin Professor Katie Normington sprach von einer „tragischen“ Bestätigung. Die DMU biete betroffenen Studierenden, Mitarbeitern und der Familie des Opfers Unterstützung an und arbeite mit der Polizei zusammen. Die Universität verwies in einer ersten Stellungnahme auf einen „sehr ernsten Vorfall“ auf dem Campus.
Auch Lokalpolitiker äußerten sich besorgt. Stadträtin Liz Sahu, die auch für ihre Kollegen Patrick Kitterick und Mick Gregg sprach, sagte, man wolle den Vorfall und andere besorgniserregende Ereignisse der jüngsten Zeit mit der Polizei besprechen. Die Polizei kündigte für die kommenden Tage verstärkte Präsenzpatrouillen in dem Gebiet an, um die Bevölkerung zu beruhigen.