Strukturelle Wirtschaftsförderung soll Wahlgeschenke in Ostafrika ersetzen
Während sich der politische Zyklus in der Region auf die Wahlperiode 2027 zubewegt, mehren sich Kritiken an kurzfristigen Verteilaktionen. Politische „Empowerment“-Programme, oft gekennzeichnet durch die Vergabe von Motorrädern, Schubkarren und Bargeld, werden zunehmend als verdeckte Klientelpolitik entlarvt.
Experten fordern einen grundlegenden Wechsel hin zu nachhaltigen, gesetzlich verankerten Wirtschaftsstrategien. Diese müssten strukturelle Hindernisse beseitigen, anstatt nur Symptome zu behandeln. Ein beliebter Vergleich lautet: Die Gabe einer Angelrute nütze nichts, wenn der Fluss im Besitz eines Kartells sei.
Forderung nach rechtlichen Rahmenwerken
Die wahre ökonomische Befähigung, so die zentrale Forderung, müsse ein Recht sein, das von beamteten Fachleuten umgesetzt wird, und kein Gefallen, der auf Wochenendkundgaben gewährt wird. Ein einfacher Test für die Nachhaltigkeit eines Projekts sei: Kollabiere es im Moment, in dem der Abgeordnete seinen Sitz verliert, handele es sich um Patronage, nicht um echte Ermächtigung.
Als positives Beispiel wird in der Debatte gelegentlich die vorgeschlagene „Nyota“-Initiative angeführt. Sie zeige, was möglich sei, wenn Politik den Populismus ersetze. Entscheidend seien jedoch Zugang zu Krediten mit niedrigen Zinsen, Marktzugänge und technische Ausbildung.
Jugend soll „überprüfbare“ Politik einfordern
An die Jugend, ein häufiges Ziel der Wahlkampfgeschenke, appellieren Beobachter, vor 2027 wachsam zu sein. Sie müsse Politiken einfordern, die überprüfbar, erweiterbar und von Dauer sind. Die Würde der Arbeit werde durch strukturierte Programme respektiert, während politische Almosen sie beleidigten.
Die aktuelle Praxis wird als Pflaster auf einer Schusswunde beschrieben, die die Symptome der Arbeitslosigkeit behandle, aber die systemische Krankheit ignoriere. Die Zeit für Projekte, die nur Wahlkampffahrzeuge sind, sei vorbei. Es gehe nun darum, eine Wirtschaft aufzubauen, die für alle funktioniere.