Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Nachrichten

Starmer trifft Xi Jinping für „fortschrittlichere“ Beziehungen zu China

Keir Starmer, der britische Premierminister, hat in Peking ein Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping geführt, in dem er den Wunsch äußerte, die Beziehungen zwischen Großbritannien und China auf eine „fortschrittlichere“ Ebene zu heben. Der Besuch fand am ersten Morgen von Starmers Reise nach China statt und wurde im Großen Saal des Volkes abgehalten.

Während des etwa 80-minütigen Treffens, das bereits das zweite der beiden Männer war, betonte Starmer die Bedeutung eines verbesserten Dialogs zwischen den beiden Ländern. Xi sagte zu Beginn des Gesprächs, dass die Beziehungen zwischen Großbritannien und China in der Vergangenheit schwierige Phasen durchlaufen hätten, die nicht im Interesse beider Länder gewesen seien. Er unterstrich die Notwendigkeit eines intensiveren Austauschs, insbesondere angesichts der „turbulenten und fluiden“ geopolitischen Lage. Ein stabiler Dialog sei entscheidend für den Weltfrieden und die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Nationen.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Fokus

Starmer, der von einer Delegation aus 54 britischen Geschäfts- und Kulturvertretern begleitet wurde, betonte in seiner Ansprache die wirtschaftlichen Vorteile einer vertieften Zusammenarbeit. Er erklärte: „China ist ein entscheidender Akteur auf der globalen Bühne, und es ist von zentraler Bedeutung, dass wir eine differenzierte Beziehung aufbauen.“ Der Premierminister erinnerte daran, dass seine Regierung vor 18 Monaten versprochen hatte, Großbritannien wieder stärker international auszurichten.

Ein geplanter Vertrag, der im Verlauf der Reise unterzeichnet werden soll, sieht eine Zusammenarbeit zwischen den britischen und chinesischen Strafverfolgungsbehörden vor. Ziel ist es, kriminelle Banden zu stoppen, die Menschen über den Ärmelkanal schmuggeln, indem die Lieferkette von kleinen Bootsmotoren gestört wird, die oft aus China stammen. Rund 60 Prozent der Motoren, die in den Booten verwendet werden, die den Ärmelkanal überqueren, wurden in China produziert. Der Deal soll auch den Austausch von Geheimdienstinformationen und direkte Gespräche mit chinesischen Herstellern umfassen, um diese zu ermutigen, die Lieferungen an die Schmuggler einzustellen.

Xi sprach ebenfalls über die historische Rolle der britischen Labour-Regierung und ihre Beiträge zum Aufbau der bilateralen Beziehungen. „China ist bereit, mit Großbritannien eine langfristige, konsistente strategische Partnerschaft zu entwickeln“, sagte Xi und fügte hinzu, dass eine solche Partnerschaft den beiden Völkern zugutekommen werde. Der chinesische Präsident äußerte die Hoffnung, dass die beiden Staatsoberhäupter „die Prüfung der Geschichte bestehen würden“, wenn sie es schafften, Differenzen zu überwinden und mit Entschlossenheit voranzuschreiten.

Zum Abschluss des Treffens wurde Starmer von Zhao Leji, dem Vorsitzenden des Nationalen Volkskongresses, empfangen. Zhao bezeichnete die Entwicklung der Beziehungen zwischen Großbritannien und China als „bedeutsam“ und lobte Starmers Bemühungen, einen Dialog mit China zu fördern. Es sei „positiver Fortschritt“ erzielt worden, sagte Zhao.

::contentReference[oaicite:0]{index=0}

Avatar-Foto

Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert