Starmer lädt japanische Premierministerin nach Chequers ein
Sir Keir Starmer, der britische Premierminister, hat seiner japanischen Amtskollegin Sanae Takaichi am Samstag eine Einladung nach Chequers ausgesprochen, die jedoch von einem Wahlsieg Takaichis abhängig ist. Die Einladung wurde am Ende einer vier Tage langen Reise nach China ausgesprochen.
Die japanische Premierministerin, die im Oktober letzten Jahres an die Macht kam, steht vor einer wichtigen Wahl am 8. Februar. Ihre Partei, die Liberaldemokraten, hat in den letzten 70 Jahren fast ununterbrochen regiert und wird voraussichtlich auch in der kommenden Wahl gewinnen.
Im Falle eines Wahlsiegs wird Takaichi später im Jahr 2026 eine Einladung nach Großbritannien annehmen und das Land mit Sir Keir Starmer in seiner offiziellen Landresidenz besuchen. Dies wurde nach einem 20-minütigen Gespräch zwischen den beiden und einem anschließenden Abendessen bekannt.
Wichtige Gespräche und künftige Zusammenarbeit
Starmer äußerte sich optimistisch über die Beziehungen zwischen Großbritannien und Japan und betonte, dass die beiden Länder gemeinsame Interessen und Werte teilen. „Ich freue mich auf unser bevorstehendes Abendessen und auf das Treffen in Chequers. Unsere Partnerschaft hat das Potenzial, echte Vorteile für beide Nationen zu bringen“, sagte Starmer in einer Erklärung. Er betonte, dass Großbritannien und Japan inmitten turbulenter globaler Entwicklungen eine Antwort der „Stärke und Klarheit“ finden sollten und gemeinsame Interessen in einem freien und vorhersehbaren Handel haben.
Takaichi äußerte ähnliche Ansichten und erklärte, sie wolle während des Abendessens über die Zusammenarbeit zur Förderung eines freien und offenen Indo-Pazifiks sowie über Themen wie die Ukraine und den Nahen Osten sprechen. Sie betonte, dass sie mit Premierminister Starmer zusammenarbeiten wolle, um eine neue Ära der japanisch-britischen Beziehungen aufzubauen, insbesondere inmitten der komplexen globalen Krisen des 21. Jahrhunderts.
Zu den Gesprächsthemen zählten auch die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Cybersicherheit, die Stärkung der Lieferketten für kritische Mineralien sowie die gemeinsame Arbeit an einer neuen Generation von Kampfjets.
Starmers Reise nach Japan war der Abschluss seiner vier Tage dauernden China-Reise, bei der er versuchte, die Beziehungen Großbritanniens zu Peking neu zu gestalten. Während dieser Reise konnte er eine Senkung der Zölle auf Whisky erreichen und eine Visumfreiheit für britische Bürger nach China vereinbaren. Zudem wurde nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping eine Aufhebung der Sanktionen gegen britische Abgeordnete bekannt gegeben.