Spekulationen um Andy Burnhams Kandidatur bei Westminster-Nachwahl
Labour-Abgeordnete kommen heute zu einer wichtigen Sitzung zusammen, während Spekulationen darüber laut werden, ob Andy Burnham, der Bürgermeister von Greater Manchester, als Kandidat für eine bevorstehende Westminster-Nachwahl antreten könnte. Berichten zufolge wird Angela Rayner, ehemalige stellvertretende Premierministerin, ihren Kollegen mitteilen, dass sie Burnhams Kandidatur unterstütze, sollten er sich entschließen, für den Wahlkreis Gorton und Denton zu kandidieren.
Der derzeitige Abgeordnete für den Wahlkreis, Andrew Gwynne, trat am Freitag zurück und ebnete damit den Weg für die Nachwahl. Burnham, der in der Vergangenheit als möglicher Herausforderer für das Amt des Labour-Führers gehandelt wurde, hat nun nur wenig Zeit, um sich zu entscheiden. Die Frist für die Kandidatenanmeldung endet bereits am Sonntag um Mitternacht.
Hindernisse für Burnham
Allerdings steht Burnham eine zusätzliche Hürde bevor: Als regionaler Bürgermeister muss er bis Samstag um 17 Uhr die Erlaubnis des Nationalen Exekutivausschusses (NEC) der Labour-Partei einholen, dessen Mitglieder überwiegend loyal zu Sir Keir Starmer stehen. Der Auswahlprozess wird voraussichtlich nächste Woche abgeschlossen, wobei eine finale Abstimmung und eine Bestätigung durch das NEC am 31. Januar erwartet werden.
Auf der Sitzung werden auch prominente Kabinettsmitglieder der Labour-Partei sprechen, darunter Gesundheitsminister Wes Streeting, Energieminister Ed Miliband und die stellvertretende Labour-Vorsitzende Lucy Powell, die ebenfalls Abgeordnete aus Manchester ist. Ihre Teilnahme verdeutlicht die Bedeutung, die die aktuelle politische Diskussion für die Partei hat.
Mehrere Labour-Abgeordnete haben sich bereits gegen eine Blockade von Burnhams Kandidatur ausgesprochen. Jo White, Vorsitzende der „Red Wall“-Gruppe von Labour-Abgeordneten, warnte davor, eine solche Entscheidung in London zu treffen, und bezeichnete dies als „Katastrophe“ für die Partei. Connor Naismith, Abgeordneter aus Crewe und Nantwich, stellte klar, dass Gorton und Denton die beste Wahl haben sollten, ohne dass Entscheidungen aufgrund interner Machtspiele getroffen werden.
Ein Mitglied des NEC äußerte sich ebenfalls zu den Bedenken und erklärte, es wäre „empörend“, Burnham den Weg zu versperren, und würde eine Schwäche in der Führung von Sir Keir Starmer offenbaren.