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Sind Sie bereit für einen Alexa-Roboter, der Sie begleitet?

Nur für den Fall, dass Sie möchten, dass ein Roboter-Butler Sie durch das Haus begleitet, arbeitet Amazon angeblich an einem Alexa-Bot mit Rädern, die per Sprachbefehl beschworen werden können.

Der Roboter mit dem angeblichen Codenamen Vesta wird angeblich von Amazon Lab126 entwickelt – einer Forschungseinrichtung in Sunnyvale, Kalifornien. Über Vesta wurde im vergangenen Jahr erstmals von Bloomberg berichtet. In dem Bericht, in dem mit dem Produkt vertraute Quellen zitiert wurden, handelte es sich bei den Prototypen des Bots um hüfthohe Modelle, die über fortschrittliche Kameras und Computervision verfügen und wie fahrerlose Autos durch Häuser navigieren können. Angeblich sollte Vesta Anfang dieses Jahres auf den Markt kommen, aber ein neuer Bloomberg-Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, besagt, dass es noch nicht für die Massenproduktion bereit ist.

Das ist normalerweise ein nicht so tolles Zeichen für Heimroboter – die 2018 schrecklich viele summtaugliche Roboter wie Jibo und Kuri hatten. Bloomberg stellt jedoch fest, dass das Unternehmen Ingenieure aus anderen Projekten für die Arbeit an Vesta herangezogen hat. Zumindest ist dies ein Zeichen dafür, dass Amazon einen Heimroboter nicht aufgegeben hat, der es auf den Markt schafft. Es wirft jedoch einige Fragen auf.

Erstens, was genau würde ein Alexa-Roboter tun? Andere gescheiterte Home-Bots zielen normalerweise darauf ab, liebenswerte, etwas hilfreiche Begleiter zu sein. Jibo zum Beispiel konnte nicht nur Fragen beantworten – eine Art Alexa -, sondern war auch so programmiert, dass er auf nette Weise interagierte, wie zum Beispiel auf Befehl zu arbeiten oder einen Raum nach Monstern abzusuchen. Kuri enthielt eine Kamera, mit der es sich wie ein Pseudo-Sicherheits-Bot und Familienfilmograf verhalten konnte, zusätzlich zum Schnurren, wenn man es tätschelte. Auf der anderen Seite hat Amazon Alexa laut Bloomberg absichtlich eher neutral in der Persönlichkeitsabteilung gehalten – obwohl Sie sie bitten können, zu rappen, aber seien Sie gewarnt, die Ergebnisse sind krass.

Das berichtete Einbeziehen von Rädern, Sprachbeschwörung und Computersicht scheint darauf hinzudeuten, dass der Vesta Ihnen folgen kann und als eine Art mobiles Echo-Gerät für Räume fungiert, in denen Sie kein Echo in der Nähe haben. Nicht zu sagen, dass das dumm wäre – aber es ist auch sinnlos, Hunderte von Dollar auszugeben, wenn das, was Sie bekommen, im Grunde dem Aufkleben eines Echo-Lautsprechers auf einen Roomba entspricht. Es mag nicht elegant sein, aber die meisten Leute könnten das selbst mit einer gesunden Menge Klebeband machen.

Wir haben uns an Amazon gewandt, aber ein Sprecher sagte, das Unternehmen äußere sich nicht zu "Gerüchten oder Spekulationen".

Wenn der Vesta dennoch auf den Markt kommt, hätte er einen Vorteil. Laut einer Branchenumfrage vom Januar 2019 besitzt mehr als ein Viertel der erwachsenen US-Bevölkerung einen intelligenten Lautsprecher, 61 Prozent verwenden eine Art Amazon Echo-Gerät. Diese Art von Vertrautheit und die tiefen Taschen von Amazon verschaffen dem Unternehmen einen Vorsprung gegenüber den unabhängigen Heimroboterunternehmen, die bei den Verbrauchern bislang keine nennenswerte Zugkraft erlangt haben. Und wenn Amazon herausfindet, wie der Preis gesenkt werden kann, könnte dies auf etwas abzielen.

In Bezug auf das Amazonas-Echo berichtet Bloomberg auch, dass wir nächstes Jahr ein neues, kräftigeres Echo sehen könnten. Der Prototyp soll breiter als der aktuelle Echo sein, sodass er vier Hochtöner enthalten kann. Die Audioqualität ist bei Echo-Lautsprechern nicht besonders gut – ein Punkt, auf den Konkurrenten wie Google Nest Hub, Sonos und der HomePod von Apple in ihrem Marketing hinweisen.

In jedem Fall deuten beide Gerüchte darauf hin, dass Amazon neue Wege ausarbeitet, um in Ihr Zuhause einzudringen – und dort zu bleiben.