Siesta im Landkreis Augsburg: Schlafen – wie im Märchen

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Siesta im Landkreis Augsburg: Schlafen – wie im Märchen

Bei der Hitze kann ein Schläfchen unglaublich erfrischend sein. Oder sind wir in Gefahr, der Siesta-Epidemie zu erliegen?

Schlafen – wie im Märchen – im Landkreis Augsburg

Welche von Grimms Märchenfiguren ist Ihr Favorit? Am allerwenigsten habe ich mich gestern wie der Prinz aus Dornröschen gefühlt. Sie wissen schon, er schlägt sich durch die Brombeeren und gelangt in ein Schloss, in dem vor 100 Jahren alle von einem Moment auf den anderen eingeschlafen sind.

Bei einer mittäglichen Radtour durch das Augsburger Umland im Sommer kann man solche Szenen erleben: Da schlafen die Gleisarbeiter in ihren Lastwagen, mit Nackentüchern und verdunkelnden Sonnenbrillen. Ein paar Kilometer weiter ist das Kinn eines Baggerfahrers an die Brust gepresst, die Augen geschlossen. Was genau ist hier los?

Die Siesta entwickelt sich zu einer Epidemie.

Ist es nicht so, dass sich die in südlichen Ländern übliche Siesta-Praxis auch bei uns nicht durchsetzt? Als ob wir mit der aktuellen Pandemie nicht schon genug zu tun hätten. Und wie sollten wir uns dagegen wehren können? Vor allem die sommerliche Mittagshitze scheint noch mehr zum Wachstum der Mittagsruhe beizutragen.

Da hilft wieder einmal nur der Blick auf die gute Seite. Schließlich soll der kurze Schlummer die kreative Leistung steigern. Und, seien wir mal ehrlich, 100 Jahre schlafen und keinen Tag älter aufwachen ist ein märchenhaftes Konzept.

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