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Schwierigste Versorgung: Frau musste stundenlang auf Hilfe warten

Die Tochter einer älteren Frau aus Milngavie hat die örtliche Gemeindeverwaltung scharf kritisiert, nachdem ihre Mutter mehrfach stundenlang auf Hilfe warten musste, obwohl sie den 24-Stunden-Pflegealarm ausgelöst hatte. Die Frau, Margaret Carey, hatte sich nach dem Tod ihres Mannes Jack im Jahr 2023 in das Park Avenue Seniorenheim begeben und war beim East Dunbartonshire Council für den 24-Stunden-Notfalldienst angemeldet. Doch die versprochene Versorgung entsprach nicht den Erwartungen.

Pflegeprobleme in den letzten Monaten

Die Probleme begannen im Dezember 2024, als sich Margarets gesundheitlicher Zustand verschlechterte. Ihre Tochter Alison berichtete, dass ihre Mutter, die an Asthma und Bluthochdruck litt und mit dem Verlust ihres Ehemannes kämpfte, bei mehreren Gelegenheiten stundenlang auf Hilfe warten musste. Am 9. Dezember 2024, als ihre Mutter dringend Unterstützung benötigte, drückte sie den Alarm und wartete auf die Hilfe von Pflegekräften. Doch trotz mehrfacher Versuche, den Notruf auszulösen, erschien niemand rechtzeitig. Als Alison ankam, war über eine Stunde vergangen und die Pflegekräfte trafen erst fünf Minuten nach ihrer Ankunft ein. Bei einem weiteren Vorfall am selben Tag musste ihre Mutter sogar über zwei Stunden warten.

„Ich habe sofort angerufen und wurde beruhigt, dass Pflegekräfte bald kommen würden, aber sie kamen erst um 16:45 Uhr“, sagte Alison. „Ich versuchte, meiner Mutter zu helfen, doch auch die Pflegekräfte waren völlig entsetzt über die Situation. Es war nicht ihre Schuld.“

Am 20. Dezember, als Alison erneut den Alarm drückte, blieb die Hilfe wieder aus. Doch das war nur der Beginn der Probleme, die sich bis in die letzten Tage von Margarets Leben fortsetzten.

Fehlende Unterstützung und administrative Fehler

In den letzten Tagen, als ihre Mutter zunehmend Schmerzen hatte, versuchte Alison vergeblich, einen Distriktarzt zu erreichen. Sie musste 14 Mal anrufen, bevor sie einen direkten Draht zu einer Krankenschwester bekam. Auch in diesem Fall dauerte es zu lange, bis Hilfe eintraf. „Am Samstag, dem 8. Februar 2025, als meine Mutter bereits schwer erkrankt war, rief ich 14 Mal an und bekam immer nur den Anrufbeantworter“, sagte Alison. „Schließlich konnte ich die Krankenschwester erreichen, aber die Hilfe war in den letzten Stunden nicht mehr so notwendig, da meine Mutter um 1:30 Uhr am Sonntag verstarb.“

Alison entdeckte auch verwirrende administrative Fehler bei der Pflege ihrer Mutter. Unter anderem gab es eine Notiz im System, dass ihre Mutter nicht von männlichen Pflegekräften versorgt werden sollte – eine Anfrage, die nie gestellt worden war. „Ein Pflegekraft fragte mich, ob ich die Verwaltung gebeten hätte, keine männlichen Pflegekräfte zu schicken. Ich war völlig verwirrt und rief die Verwaltung an, um herauszufinden, wer diese Anweisung erteilt hatte“, sagte Alison. Die Verwaltung konnte keine klare Antwort geben.

Nach dem Tod ihrer Mutter versuchte Alison, mit den Verantwortlichen des Councils zu sprechen, erhielt jedoch keine Rückmeldung darüber, ob ihre Beschwerden bearbeitet wurden.

Alison äußerte ihre Enttäuschung über den Mangel an Unterstützung und die Missstände in der Verwaltung der Pflege. „Die Pflegekräfte gaben immer ihr Bestes, aber das Management war katastrophal. Ich spreche mich aus, weil ich für die anderen Menschen, die keine Stimme haben, kämpfen möchte“, sagte sie abschließend.

Der Chief Officer der East Dunbartonshire Health and Social Care Partnership, Derrick Pearce, erklärte, dass der 24-Stunden-Pflegealarmservice eine Notfalldienstleistung sei, die in erster Linie auf Stürze und medizinische Notfälle ausgerichtet ist. Eine sofortige Hilfe bei persönlichen Pflegeanfragen könne daher nicht garantiert werden. „Unsere Care At Home-Team ist jedoch immer bereit, mit den Kunden oder deren Familien zu sprechen und etwaige Bedenken zu hören“, sagte Pearce.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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