Schwere Überschwemmungen durch Sturm Chandra in Großbritannien
Der Sturm Chandra sorgt in Großbritannien weiterhin für schwere Störungen. Zwei schwere Überschwemmungswarnungen wurden ausgelöst, da heftige Regenfälle und starke Winde das Land heimsuchen. Besonders betroffen sind Devon und Dorset, wo die Flüsse Otter und Frome gefährlich hohe Wasserstände erreicht haben.
Starke Überschwemmungen und drohende Gefahren
Am Dienstagmorgen gab die Umweltbehörde eine schwere Überschwemmungswarnung für Ottery St Mary in Devon heraus, nachdem der River Otter einen Rekordpegel erreicht hatte. Der Wasserstand überschritt den bisherigen Höchstwert von Dezember 2000 und stieg auf 2,83 Meter – nur wenige Zentimeter mehr als der bisherige Rekord von 2,81 Metern. Anwohner berichten von „rückfließendem Wasser“, das Straßen überflutet hat und gefährliche Bedingungen schafft.
Gegen Nachmittag folgte eine ähnliche Warnung für die Upper Frome bei Dorchester in Dorset, als der Wasserstand dort ebenfalls einen neuen Rekord von 1,22 Metern erreichte. Auch hier wird ein starkes Steigen der Pegel prognostiziert.
Über 100 weitere Überschwemmungswarnungen für Gebiete in ganz England, Wales und Schottland wurden bereits ausgesprochen, da weitere Regenfälle erwartet werden. Besonders betroffen sind Devon und Cornwall, wo laut Berichten aus der Region etwa 20 Häuser überschwemmt wurden. In Devon mussten auch 47 Schulen schließen, und im gesamten Südwesten des Landes gab es zahlreiche Straßensperrungen aufgrund der Überschwemmungen.
Hilfe und Evakuierungen im Gange
Such- und Rettungsteams aus der Region arbeiten unter extrem schwierigen Bedingungen. In Devon und Somerset retteten Feuerwehrleute 25 Menschen aus Fahrzeugen, die von den Überschwemmungen betroffen waren. Die Polizei warnte die Bevölkerung eindringlich davor, bei den Überschwemmungen auf die Straßen zu gehen. „Fahren Sie nicht durch die Überschwemmungen“, appellierte die Polizei an die Autofahrer in Exeter und den umliegenden Regionen.
In Ottery St Mary berichtete eine Anwohnerin, dass der normalerweise friedliche River Otter zu einem „wütenden Strom“ geworden sei. „Es ist schrecklich, ich habe so etwas noch nie gesehen“, sagte sie gegenüber lokalen Medien. Auch in den betroffenen Gebieten kämpfen Rettungskräfte mit den Folgen des Sturms, während viele Evakuierungen durchgeführt werden müssen.
Flughäfen in Großbritannien, einschließlich Heathrow und Manchester, meldeten Stornierungen von Inlandsflügen aufgrund der Wetterbedingungen, und auch der Bahnverkehr ist in vielen Teilen des Landes beeinträchtigt. Mehrere Bahnstrecken in Cornwall, Somerset und Devon wurden gesperrt, da Überflutungen die Gleise unpassierbar machten.
Die Wettervorhersagen deuten darauf hin, dass der Sturm weiterhin große Teile des Landes betrifft. Bereits am Mittwoch gelten Gelbe Warnungen für Eis in weiten Teilen Englands und Nordirlands. Weitere Überschwemmungsrisiken werden für den Donnerstag erwartet, während zusätzliche Regenfälle das Risiko für neue Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen erhöhen könnten.