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Schottlands ehemalige Gesundheitsministerin Jeane Freeman mit 72 Jahren verstorben

Die frühere schottische Gesundheitsministerin Jeane Freeman ist im Alter von 72 Jahren an Krebs gestorben. Dies teilte ihre Familie am Sonntag mit. Die SNP-Politikerin führte das Gesundheitsressort während der kritischen Phase der Coronavirus-Pandemie.

Ein unerwartetes und schnelles Ende

Ihre Lebenspartnerin Susan Stewart gab in einer Erklärung gegenüber der Presseagentur PA Media bekannt, dass Freeman am 13. Januar die unerwartete Diagnose eines unheilbaren Krebses erhalten habe. „Wir hatten danach nur noch 25 Tage“, sagte Stewart. Sie beschrieb, wie Freeman dieser Zeit mit enormem Mut, Fürsorge für andere und Liebe begegnete.

Stewart dankte dem Personal des Queen Elizabeth University Hospital für dessen außergewöhnliche Professionalität und Sensibilität. In ihren persönlichen Worten fand sich auch eine kleine, lebensnahe Erinnerung: Sie sei unglaublich stolz auf Freeman gewesen, nicht zuletzt auf ihr späteres Ehrenamt im Beatson Centre, wo sie den Teewagen durch die Gänge schob – eine Tätigkeit, die sie sehr liebte.

Prägende Rolle in der Pandemie

Freeman diente von 2018 bis 2021 als Kabinettssekretärin für Gesundheit und Sport in der schottischen Regierung. In dieser Zeit wurde sie einer breiten Öffentlichkeit durch ihre regelmäßigen Pressekonferenzen zur Pandemielage bekannt. Sie spielte eine zentrale Rolle bei der Koordinierung von Schottlands Reaktion auf die Krise, kündigte die Impfstoffverteilungspläne an und stand auch für die umstrittene Handhabung in Pflegeheimen in der Kritik.

Erst im Jahr 2020 hatte die Ministerin ihren Rückzug aus dem schottischen Parlament (Holyrood) und damit von ihrem Regierungsamt angekündigt. Nach ihrem Ausscheiden im Jahr 2021 hatte sie noch als Zeugin vor dem britischen Corona-Untersuchungsausschuss und dem schottischen Krankenhaus-Untersuchungsausschuss ausgesagt.

Ihre politische Karriere begann die 1950 in eine Arbeiterfamilie in South Ayrshire geborene Freeman in jungen Jahren im studentischen Flügel der Kommunistischen Partei, bevor sie zu Labour wechselte. Nach dem gescheiterten Unabhängigkeitsreferendum 2014 trat sie der Scottish National Party (SNP) bei. Von 2016 bis 2021 vertrat sie als MSP den Wahlkreis Carrick, Cumnock and Doon Valley.

Der schottische First Minister John Swinney würdigte Freeman als Person, die ihr Leben dem Dienst an der Öffentlichkeit gewidmet habe. „Während der Covid-Pandemie stellte sie sich der größten Gesundheitskrise, die Schottland je gesehen hat, und steuerte einen Kurs durch eine immens schwierige Zeit für unser Land und unseren Gesundheitsdienst“, sagte Swinney. Er werde sie schmerzlich vermissen.

Ihre Partnerin Susan Stewart beschloss ihre trauernde Anmerkung mit einem Appell, der Freemans Haltung widerspiegelt: „Seid nett zueinander, das ist es, was die Welt verändert.“

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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