Schottische Finanzministerin fordert Klarheit zu Unterstützung für Gaststätten
Die schottische Finanzministerin Shona Robison hat sich an den Kanzler des Exchequers gewandt, um Klarheit über die Auswirkungen einer neuen Steuererleichterung für Gaststätten in Großbritannien zu erhalten. Diese Maßnahme, die eine 15-prozentige Senkung der Unternehmenssteuern für Pubs im Jahr 2026-27 umfasst, soll in den folgenden zwei Jahren eingefroren werden. Der Gesamtwert des Programms wird auf etwa 300 Millionen Pfund in den nächsten drei Jahren geschätzt. Allerdings bleibt unklar, wie viel Unterstützung über den Barnett-Formelmechanismus nach Schottland fließen wird.
Schottische Regierung setzt auf schnelle Reaktion
Robison hat bereits einen Brief an den Schatzkanzler geschrieben, um zu erfahren, wie hoch der Betrag ist, den Schottland als Konsequenz aus der Steuererleichterung erhalten wird. In ihrem Schreiben versicherte sie, dass jegliche Mittel, die im Rahmen dieser Regelung für Schottland zur Verfügung gestellt werden, direkt an die betroffenen Betriebe weitergegeben werden. „Ich habe den Kanzler um dringende Details zu den Plänen der britischen Regierung gebeten und werde alle Konsequenzen umgehend an den Sektor weiterleiten“, erklärte Robison.
Die Maßnahmen zur Unterstützung von Gaststätten in Schottland stehen vor dem Hintergrund von deutlichen Steuererhöhungen für die Branche. Besonders Hotels und Pubs sind mit erheblichen Erhöhungen der Unternehmenssteuern konfrontiert. Im Durchschnitt müssen Hotels mit einer Steigerung von 68.000 Pfund in den nächsten drei Jahren rechnen, während Pubs mit einem Anstieg von 36.000 Pfund zu kämpfen haben.
Leon Thompson, Geschäftsführer von Hospitality Scotland, appellierte an die schottische Regierung, schnell auf die Unterstützung der Branche zu reagieren. „Die Details des Steuererleichterungsprogramms in England sind nun bekannt, und wir fordern die schottische Regierung auf, ihre Versprechen einzulösen und diese Mittel ebenfalls zur Unterstützung der Gaststättenbranche einzusetzen“, sagte Thompson.
Die Branche drängt auf eine umfassende Lösung, um die Viabilität von Unternehmen zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Paul Togneri, Senior Advisor der Scottish Beer and Pub Association, äußerte Bedenken, dass die Maßnahmen, die im Rahmen des schottischen Haushalts vorgesehen sind, nicht ausreichen. „Ohne weitere Unterstützung werden viele Pubs in Schwierigkeiten geraten und möglicherweise ihre Türen schließen müssen“, warnte Togneri.
Die schottische Regierung wird also mit den zusätzlichen Mitteln aus der britischen Steuererleichterung einen entscheidenden Beitrag leisten müssen, um die Gaststättenbranche zu stabilisieren und die Arbeitsplatzsituation zu schützen.