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„Schlag den Besten“: Fünfkämpfer Robin schlägt Sprinter Felix

Neuer Wein in alten Schläuchen: ProSieben packt sein Erfolgsformat “Schlag den Raab” wieder einmal um. Diesmal heißt es “Schlag den Besten” und es darf wieder normal ab 50.000 Euro gespielt und bei Erfolg wiederkommen. Am Ende war die erste Ausgabe von „Schlag den Besten“ am Donnerstag, also wie ihre Kandidaten: nett, aber auch ein bisschen langweilig.

Christian Vock

Eine Kritik

von Christian Vock,
Freier Autor

Am Ende war es dann doch noch einmal spannend. Felix bereits mit 4: 1 gegen seinen Gegner Robin zurück. Doch plötzlich packt Felix noch einmal den Kampfgeist, er gewinnt zwei Durchgänge in Folge und kann beim nächsten Lauf ausgleichen.

Doch nach wenigen Schritten patzt Felix, der eine Hürde reißt und zusehen muss, wie Robin gemächlich kontrahiert, aber vor allem fehlerfrei über die verbleibenden Hürden steigt und den Gesamtsieg einfährt. Damit gewinnt Robin 50.000 Euro und darf – in der nächsten Ausgabe sein Glück noch einmal versuchen.

“Schlag den Star”: ungewöhnlich, aber nie originell

Das ist aber auch schnell schon alles, was bei “Schlag den Besten” neu ist. Seitdem Stefan Raab damals die Idee hatte, eine Endloswettkampfshow zu starten, hat sich "Schlag den Raab", wie die Show bei ihrem Start 2006 hieß, immer wieder gewandelt – und ist doch im Grunde das, was geblieben ist.

Egal, ob "Schlag den Raab", "Schlag den Star", "Schlag den Henssler" oder "Schlag den Besten" , Bagger-Puzzle oder Karussell-Ball.

Oder aber es waren Alltagstätigkeiten, bei denen man nicht erst auf die Idee kommt, sie jemals im Wettkampfmodus gebrauchen muss: Lebensmittel halbieren, Sachen wiegen oder Pencilifte anspitzen.

Bei der ersten Folge von „Schlag den Besten“ wurden die Kontrahenten durch Klassiker wie „Wo liegt was?“ Oder „Blamieren oder Kassieren“ gekämpft, andernfalls gab es nur Spiele der Kategorie „Ungewöhnlich, aber nicht besonders originell“: „Wurf -Reversi “,„ Ballgefühl “oder„ Tiere raten “waren schon die außergewöhnlichsten Spiele. Da musste man sich bei ProSieben schon mal mehr Mühe geben.

Richtiggehend zäh wurde es, auch das ist ein "Schlag den Wen-auch-immer" -Tradition, dann beim Spiel "Ballgefühl". Dort mussten Felix und Robin einen Fußball spielen. Je höher der Ball kam, desto mehr Punkte gab es – aber nur, wenn der Ball wieder unten ankam und nicht an den Seiten runterfiel. Nach 22 Minuten konnte Robin das Spiel endlich für sich entscheiden.

Spannend war es hingegen beim Spiel "Abkürzungen". Felix lag here already with 6: 1 back to him contrahent Robin with a false reply. Felix holte Abkürzung um Abkürzung auf und siegte am Ende doch noch mit 7: 6, weil er am schnellsten wusste, wofür ÖPNV steht.

Auf Wiedersehen, Robin

ICH BIN UNTER DEN SPIELEN AUCH VON DEN ANFANGSSTAGEN ZU DEN BESTEN HINÜBERGERETTETEN HAT, SIND DIE KANDIDATEN – SIE HABEN EINMAL DEN EPISODEN AB. Die Kandidaten studieren, lieben Gesellschaftsspiele und Quiz und strotzen nur so vor Ehrgeiz.

In diesem Bild wird der 23-jährige Felix studiert Medizin, ist 400-Meter-Läufer und spielt Beachvolleyball. Sein Gegner Robin ist ein Jahr älter, studiert Mathematik und Sport, mag ebenfalls Leichtathletik, außerdem noch Hochsprung, Zauberwürfel und moderner Fünfkampf.

Was die beiden noch verbindet: Sie sind ehrgeizig, sympathisch und immer fair gewesen – aber damit auch ein bisschen langweilig. Es ist zwar schön, dass auch „normale Menschen“, wie es Elton formuliert, wieder in TV-Shows sein dürfen, aber diesmal fehlte es so ein bisschen an Herumgegockel, die Ecken und Kanten.

Man hätte für beide mitfiebern können – oder eben für keinen. Dass am Ende Robin gewann, dürfte deshalb vor allem Robin interessieren, den Zuschauern eher weniger. Aber vielleicht entwickelt man ja in der nächsten Ausgabe noch ein bisschen Bindung zu Robin, denn da darf er ja nochmal ran.