Schauspielerin Beverley Callard gibt Brustkrebsdiagnose bekannt
Die britische Schauspielerin Beverley Callard hat öffentlich gemacht, dass bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde. Sie kündigte an, sich in Kürze einer Operation und einer Strahlentherapie zu unterziehen, plane aber bereits ihre Rückkehr zu den Dreharbeiten für die irische Seifenoper „Fair City“.
Diagnose kurz vor Drehbeginn in Irland
Callard erhielt die Nachricht von ihrer Ärztin unmittelbar vor ihrem ersten Auftritt am Set in Irland. „Wörtlich 15, 20 Minuten bevor ich in meinem Umkleideraum bei ‚Fair City‘ auftreten sollte, rief meine Consultant an und sagte, ich müsse zurück ins UK“, berichtete die 67-Jährige in der RTE-Sendung „Late Late Show“. Trotz des Schocks betonte sie, es handle sich um ein „sehr frühes Stadium“ und sie fühle sich „absolut in Ordnung“.
Die in Großbritannien vor allem durch ihre Rolle als Liz McDonald in „Coronation Street“ bekannte Darstellerin war gerade dabei, eine neue Figur namens Lily in „Fair City“ zu verkörpern – die lange verschollene Mutter der bereits etablierten Figur Gwen Connolly. Ihr erster Auftritt dort ist für den 19. Februar geplant.
Callard erklärte, sie habe sich von „starken, kämpferischen Frauen“ dazu inspirieren lassen, selbst offen über ihre Krankheit zu sprechen. Sie wolle verhindern, dass die Nachricht verzerrt in der Zeitung stehe, und ging stattdessen selbst an die Öffentlichkeit.
Behandlung und geplantes Comeback
Ihr unmittelbarer Plan sieht vor, für einige Wochen nach Großbritannien zurückzukehren, um weitere Untersuchungen der Lymphknoten durchführen zu lassen. Im Anschluss stehen eine Operation und eine Radiotherapie an. „Dann komme ich zu ‚Fair City‘ zurück, also werde ich in nur wenigen Wochen wieder da sein“, versprach die Schauspielerin entschlossen.
Neben ihrer Karriere stehen auch private Veränderungen an: Callard und ihr Ehemann planen, nach County Wicklow in Irland zu ziehen. „Wir lieben es wirklich so sehr. Es haut uns um“, schwärmte sie von ihrer neuen Wahlheimat.
Ihre Begeisterung für das neue Projekt „Fair City“ hatte sich schon vor der Diagnose entwickelt. Nach anfänglicher Skepsis, ob sie nach ihrer langjährigen Zeit bei „Corrie“ (1989-2020) eine weitere Seifenoper drehen wolle, war sie durch das Ansehen alter Folgen am Computer zu einer Fanin geworden. „Das Editing ist so gut. Die Drehbücher sind fantastisch“, sagte sie und überzeugte auch ihren Mann, sich die Serie anzusehen, bevor sie zusagte.