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Sadiq Khan gibt fast 1,2 Milliarden Pfund aus, um Londons Busnetz zu stützen

London – Sadiq Khan, der Bürgermeister von London, sieht sich gezwungen, fast 1,2 Milliarden Pfund pro Jahr für die Subventionierung des Londoner Busnetzes auszugeben, da die Zahl der Fahrgäste aufgrund steigender Kosten und eines Rückgangs der Passagierzahlen um 20 Prozent drastisch gesunken ist.

Busnetz wird auf Kosten der Fahrgastzahlen angepasst

Die Londoner Verkehrsbetriebe (TfL) haben angekündigt, dass sie das zentrale Busnetz in London vereinfachen werden. Dies bedeutet, dass einige Linien gekürzt oder sogar gestrichen werden, um Überlappungen zu vermeiden und die Anzahl leerer Busse zu reduzieren. Die betroffenen Routen, wie die 19 und 38 sowie die Linie 349, werden voraussichtlich in den kommenden Jahren angepasst. Diese Entscheidung wurde kurz nach den Warnungen des größten Busunternehmens Londons getroffen, dass es sich zunehmend nicht mehr leisten könne, mehrere Routen zu betreiben.

Die Kosten für die Subventionierung des Busnetzes sind in den letzten zehn Jahren stark gestiegen. Im Jahr 2016/17 lagen die Subventionen bei 659 Millionen Pfund, während sie in diesem Jahr auf 1,19 Milliarden Pfund angestiegen sind. Diese Zahlungen spiegeln die wichtige Rolle wider, die Busse für viele Londoner, insbesondere für Menschen mit niedrigerem Einkommen, spielen. Allerdings stellt der zunehmende Rückgang der Fahrgastzahlen eine große Herausforderung dar.

Ein weiteres Problem ist die langsame Geschwindigkeit der Busse, die aufgrund des zunehmenden Straßenverkehrs in London leidet. Laut dem Entwurf des Geschäftsplans von TfL sind die Betriebskosten der Busse erheblich gestiegen, was mit einem Rückgang der Fahrgastzahlen und einem Anstieg der Betriebskosten kombiniert wurde. So sank die Zahl der Busfahrten im Jahr bis Oktober 2022 auf 1,794 Milliarden, was einem Rückgang von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Jahr 2019 wurden noch 2,195 Milliarden Fahrten registriert, was einen Rückgang von fast 20 Prozent in den letzten sechs Jahren bedeutet.

Fahrpreise bleiben bis Sommer konstant

Der Bürgermeister hat angekündigt, dass die Fahrpreise für Busse bis Ende Juli bei 1,75 Pfund bleiben werden, um sie nicht parallel zu den Fahrpreiserhöhungen für die U-Bahn zu erhöhen. Diese Entscheidung könnte jedoch zu einem Verlust von etwa 20 Millionen Pfund führen. Gleichzeitig hat TfL zugegeben, dass das Ziel, bis 2030 alle 9.000 Busse auf emissionsfreie Fahrzeuge umzustellen, nicht realisierbar ist. Stattdessen wird nur ein Drittel der Busflotte, rund 6.000 Fahrzeuge, bis 2030 emissionsfrei sein. Dies liegt an der fehlenden zusätzlichen Finanzierung von der Regierung für batteriebetriebene Busse.

Obwohl TfL in den letzten Jahren große Fortschritte beim Ausbau von emissionsfreien Bussen gemacht hat, bleibt die Hauptstadt im Vergleich zu anderen Städten wie Peking, Moskau und Delhi hinterher. Im Januar 2023 waren 2.738 emissionsfreie Busse auf Londons Straßen, was etwa 30 Prozent der gesamten Busflotte ausmacht. Das Unternehmen plant jedoch, den Anteil der emissionsfreien Busse so schnell und kostengünstig wie möglich zu erhöhen.

In einem weiteren Schritt kündigte Sadiq Khan an, ein neues, öffentliches Busunternehmen für London zu gründen, da TfL derzeit alle Buslinien an private Unternehmen vergibt. Das langfristige Ziel ist es, das Busnetz zu reformieren und es an die sich verändernde Nachfrage anzupassen. TfL möchte auch das Superloop-Netz von Expressbuslinien ausbauen und den Einsatz von fortschrittlicher Verkehrstechnologie zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und Reduzierung von Verzögerungen vorantreiben.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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