Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Nachrichten

Russische Schule in London unterrichtet Schüler im Umgang mit Kampf-Drohnen

In einer Schule der russischen Botschaft in London werden Schüler darin ausgebildet, wie sie Kampf-Drohnen steuern, Kalaschnikows zusammenbauen und Gräben graben. Berichten zufolge umfasst der Lehrplan eine Vielzahl von militärischen Aktivitäten, die auf die gegenwärtigen Konflikte in der Ukraine ausgerichtet sind.

Lehrplan mit militärischen Inhalten

Die Schule, die sich in einem weißen viktorianischen Gebäude im Stadtteil Notting Hill befindet, beherbergt etwa 60 Schüler, darunter Kinder von Diplomaten, russischen Staatsangehörigen und möglicherweise auch von Geheimdienstmitarbeitern. Die Schule wird von Russlands Außenministerium überwacht und bietet im Rahmen ihres 2024/2025-Lehrplans eine Stunde Unterricht zu den „Grundlagen der technischen Vorbereitung und Kommunikation“ für den Einsatz von Kampf-Drohnen, wie die „Times“ berichtet.

Der Unterricht ist Teil eines Kurses mit dem Titel „Fundamentals of Security and Protection of the Motherland“ (OBZR), der auch andere militärische Themen umfasst. Neben den Drohnenlektionen gehören auch Erste-Hilfe-Kurse auf dem Schlachtfeld sowie der Schutz vor chemischen, biologischen und radiologischen Waffen zu den Inhalten des Lehrplans.

Dieser Wandel in der Ausbildung ist Teil der breiteren Veränderung im russischen Bildungssystem, das seit der Invasion in die Ukraine vor vier Jahren zunehmend auf patriotische und militarisierte Themen ausgerichtet ist. Ein weiterer Bericht weist darauf hin, dass der Lehrplan auch Propaganda zur Kriegsführung und Themen wie die Pflicht des Einzelnen gegenüber seinem Land umfasst, einschließlich des Singen der Nationalhymne und der Flaggenhissung.

Im Rahmen des OBZR-Lehrplans in der Londoner Botschaftsschule lernen die Schüler auch, wie man Kalaschnikows zusammenbaut, und sie üben mit Tennisbällen das Werfen von Granaten, das Schießen mit Waffen sowie das Graben von Schützengräben. Besonders hervorzuheben ist, dass Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren „Methoden für den Kampfeinsatz von unbemannten autonomen Fahrzeugen“ und „robotischen Systemen“ lernen sollen.

Verstärkter Drohneneinsatz im Kriegsverlauf

Die Einführung von Drohnenunterricht spiegelt die Entwicklungen auf den Schlachtfeldern wider, wo Drohnen mittlerweile eine zentrale Rolle spielen. Diese unbemannten Fluggeräte, die relativ kostengünstig zu produzieren sind, haben die Art und Weise der Kriegsführung revolutioniert. Ein ukrainischer Drohnenpilot erklärte gegenüber der „Standard“, dass Drohnen die Kriegsführung dramatisch verändert haben, dass jedoch auch der Feind diese Technologie inzwischen beherrsche.

Die Europäische Kommission für Auswärtige Beziehungen bezeichnete Drohnen als „zentralen Waffentyp“ im laufenden Konflikt, mit „erstaunlich hohen“ Zahlen an unbemannten Flugzeugen, die sowohl von russischen als auch ukrainischen Piloten betrieben werden.

Am Vortag wurde ein russischer Drohnenangriff auf einen Bus gemeldet, bei dem 12 ukrainische Bergleute getötet wurden. Zudem berichtete CNN, dass Russland Drohnen mit Elon Musks Starlink-Satellitenstationen ausgestattet hat, um die Drohnen tiefer in ukrainisches Territorium fliegen zu lassen. Diese Technologie ermöglicht es Russland, ukrainische Abwehrsysteme zu umgehen, die in der Lage sind, Drohnensignale zu stören, wodurch die Waffen deutlich tödlicher werden.

Avatar-Foto

Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert