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Richard E. Grant spricht über die Trauer nach dem Tod seiner Frau

Der Schauspieler Richard E. Grant hat offen über seine anhaltende Trauer gesprochen, die er nach dem Tod seiner Frau, der Dialekttrainerin Joan Washington, erlebt. Vier Jahre nach ihrem Tod erklärte der 68-Jährige, dass sein „Gehirn nicht begreifen kann“, dass sie nicht mehr da ist.

Joan Washington, die unter anderem Penélope Cruz beim Erlernen des griechischen Akzents und Jessica Chastain beim Erlernen des israelischen Akzents half, starb im September 2021 im Alter von 74 Jahren an Lungenkrebs im vierten Stadium. Grant und Washington, die 1982 in London aufeinandertrafen, waren 38 Jahre lang verheiratet und hatten eine Tochter, Olivia, die mittlerweile 34 Jahre alt ist.

„Tägliches Weinen“ als Teil des Lebens

In einem Gespräch auf dem „Mad Sad Bad“-Podcast von Paloma Faith reflektierte Grant über den emotionalen Schmerz des Verlustes. „Es sind vier Jahre, seit meine Frau gestorben ist. Ich verstehe es rational, dass ich sie nie wiedersehen, berühren oder mit ihr sprechen werde“, sagte Grant. „Aber emotional kann mein Gehirn nicht begreifen, dass sie weg ist.“

Nach dem Tod seiner Frau begann Grant, ihr jeden Abend Briefe zu schreiben, eine Gewohnheit, die er bis heute beibehalten hat. „Das ist der schwerste Teil, sich daran zu gewöhnen, aber jetzt mache ich es“, erklärte er. Die Erinnerung an ihre gemeinsame Zeit habe sich allmählich verändert, sagte er, und er erinnere sich nun überwiegend an die guten Jahre ihrer Beziehung, bevor sie krank wurde. „Von den 38 Jahren, die wir zusammen waren, waren nur acht Monate von Krankheit betroffen. Im Vergleich dazu erinnere ich mich an die guten Zeiten.“

Grant gestand, dass die Trauer nach wie vor ein täglicher Begleiter ist. „Ich weine jeden Tag. Aus Trauer, aus Freude, aus den Nachrichten“, sagte er. Auf die Frage, ob es möglich sei, von einem Verlust „überzukommen“, wies er die Vorstellung zurück, dass Zeit den Schmerz heilt. „Es ist etwas, das man umgeht“, erklärte er. „Wenn Leute sagen ‚Die Zeit wird heilen‘ oder ‚Du wirst darüber hinwegkommen‘, wollte ich nie so darüber denken. Es fühlt sich an, als würde man sagen, das Leben dieser Person sei vorbei.“

Grant hatte den Tod seiner Frau in einem bewegenden Video bekannt gegeben, das die beiden tanzend zeigt. Obwohl ihm Freunde immer wieder Dates organisiert haben, erklärte er, dass „niemand auch nur annähernd“ Joan gleichgekommen sei. „Ich habe mich von einem anderen Menschen wirklich gesehen und verstanden gefühlt“, sagte er. „Auf eine Weise, wie es niemand anderes je getan hat.“

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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