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RHS plant Notfallmaßnahmen für die zukünftige Bewässerung von Gärten in Dürrezeiten

Die Royal Horticultural Society (RHS) hat einen umfassenden Notfallplan vorgestellt, um ihre Gärten angesichts künftiger Wasserknappheiten zu schützen. Der Plan ist eine Reaktion auf die zunehmenden Unregelmäßigkeiten im Wetter und die verheerenden Dürrejahre, die das Vereinigte Königreich in den letzten Jahren heimsuchten. Besonders nach den extremen Dürren des vergangenen Jahres, als der Frühling der trockenste seit 132 Jahren und der Sommer der heißeste in der Geschichte war, sind die Maßnahmen dringend erforderlich.

Der Wohltätigkeitsverband, der fünf bedeutende Gärten in England betreibt, erklärte, dass 2026 mehr in Projekte zur Wassergewinnung und -bewirtschaftung investiert werde als in jede andere Initiative. Zu den geplanten Maßnahmen gehören der Ausbau der Wasserbevorratung, die Installation von Regenwassergärten und die Schaffung zusätzlicher Wasserspeicher in den Gärten. Zu den betroffenen Gärten gehören der bekannte Wisley-Garten in Surrey, Hyde Hall in Essex und der Rosemoor-Garten in Devon.

Wasserbewirtschaftung als Priorität

Tim Upson, Direktor der Abteilung für Gartenbau bei der RHS, betonte, dass Wasser das „Lebenselixier“ jedes Gartens sei und sowohl für die menschliche Gesundheit als auch für das Wohlbefinden der Wildtiere von entscheidender Bedeutung. In Anbetracht der verstärkten Wetterextreme wird die RHS vermehrt Regenwasser sammeln und lagern, um den zunehmenden Herausforderungen durch das Klima zu begegnen. In diesem Jahr werde die Organisation den Fokus verstärkt auf das Sammeln, Speichern und Verwalten von Regenwasser legen, sowie ihre Gärten so umgestalten, dass sie auch in Dürrezeiten widerstandsfähig bleiben.

Ein weiteres zentrales Element der neuen Strategie ist der Einsatz von Grauwasser – Abwasser aus Badewannen, Duschen und Waschmaschinen –, um die Ressourcen zu schonen. Zudem wird die RHS den Boden in ihren Gärten aufbereiten, um besser mit Wassermangel umgehen zu können. Hierbei werden Techniken wie das „Chop-and-Drop“-Verfahren, Mulchen und das Einbringen von Regenwasserspeichern genutzt.

Der Plan zur Anpassung an den Klimawandel markiert einen grundlegenden Wandel in der Herangehensweise der RHS. Die Organisation verschiebt ihren Fokus von der Minderung der Klimaemissionen hin zur Anpassung an die bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Dazu gehört auch die detaillierte Analyse, wie in ihren Gärten das Wasser verteilt und effizient genutzt wird.

Die RHS erfasst die Wassermenge, die von verschiedenen Pflanzenarten verbraucht wird, und analysiert diese Daten, um zukünftige Bewässerungsstrategien zu optimieren. Upson warnte davor, dass zu wenig Wasser den Pflanzen schaden könnte, was wiederum die Gesundheit der Gärten und die Biodiversität gefährden würde.

„Es gibt ein empfindliches Gleichgewicht zwischen der Förderung der Widerstandsfähigkeit der Pflanzen und der Vermeidung von Stress, der ihre Gesundheit beeinträchtigen könnte“, so Upson weiter. Die RHS beabsichtigt, ihre gärtnerischen Praktiken so zu verfeinern, dass sie den Herausforderungen eines sich verändernden Klimas standhalten können, während gleichzeitig die Biodiversität und die Pflanzenqualität erhalten bleiben.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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