Reform UK überholt Labour in Umfrage zur Holyrood-Wahl
Die jüngste Umfrage von YouGov zeigt, dass Reform UK in der Wählergunst deutlich vor der schottischen Labour-Partei liegt und auf dem besten Weg ist, bei den kommenden Holyrood-Wahlen im Mai den zweiten Platz zu erobern. Die Umfrage, die zwischen dem 8. und 14. Januar 2026 durchgeführt wurde, stellt Reform UK mit 20% der Stimmen sowohl bei der Regional- als auch bei der Wahl der Wahlkreise auf und überholt damit Labour, das auf 15% fällt.
SNP bleibt an der Spitze, verliert jedoch an Unterstützung
Die schottischen Nationalisten (SNP) führen nach wie vor mit 34% bei den Wahlkreiswahlen und 29% bei den Regionalwahlen, jedoch zeigt sich ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur letzten Holyrood-Wahl 2021, als die SNP mit 48% bzw. 40% der Stimmen dominierte. Diese Zahlen markierten die größte Unterstützung in der Geschichte der Partei. Die Reform UK, unter der Leitung des ehemaligen Tory-Peers Malcolm Offord, scheint von diesem Rückgang zu profitieren und führt nun mit einer fünfprozentigen Mehrheit vor Labour.
Das Ergebnis der Umfrage stellt eine bedeutende Verschiebung im politischen Klima Schottlands dar. Trotz eines deutlichen Rückgangs der SNP bleibt sie die führende Partei, jedoch sind die Zeichen einer starken Erschütterung des Status quo deutlich sichtbar. Die Konservativen haben sich auf 10% in den Wahlkreisen und 11% bei den Regionalwahlen verringert, während die Schottischen Grünen mit 12% auf der Regionalliste die Tories überholen und den vierten Platz einnehmen.
Die Liberalen Demokraten liegen mit 9% in den Wahlkreisen und 10% bei der Regionalwahl weit hinter diesen beiden Parteien zurück. Die Umfrage zeigt ebenfalls, dass 21% der Wähler, die bei den letzten Wahlen Labour unterstützten, inzwischen unentschieden sind. Von diesen haben 14% Reform UK und 13% die SNP gewählt.
Der Vorsitzende von Reform UK, Malcolm Offord, kommentierte die Umfrageergebnisse mit den Worten: „Diese Zahlen spiegeln das wider, was wir auf den Straßen hören. Anas Sarwar steht in der letzten Chance, sich von der toxischen Marke von Labour zu lösen. Es ist jetzt ein klarer Zweikampf zwischen einer erschöpften SNP-Regierung und einer neuen Richtung für Schottland mit Reform UK.“
Auf der anderen Seite kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der schottischen Labour-Partei, Dame Jackie Baillie, die SNP und erklärte, dass die Partei das Land im Stich lasse, von der Krise im Gesundheitswesen bis hin zur chaotischen Bildungspolitik. Baillie versicherte, dass nur Labour in der Lage sei, den Wechsel herbeizuführen, den Schottland brauche, und bezeichnete Reform UK als „Tories in Verkleidung“, die keine Lösungen für die Herausforderungen Schottlands hätten.
::contentReference[oaicite:0]{index=0}