Protestmarsch fordert ein Ende der Jagd mit Hunden in Spanien
In Glasgow haben Dutzende von Menschen, begleitet von ihren Hunden, einen Protestmarsch organisiert, um gegen die Jagd mit Tieren in Spanien zu protestieren. Der Marsch fand nur wenige Tage vor dem Ende der spanischen Jagdsaison statt, die am 1. Februar endet. Dabei werden Galgos (spanische Windhunde) und Podencos eingesetzt, um Hasen in offenen Feldern zu jagen.
Proteste in Großbritannien
Der Marsch in Glasgow ist Teil einer landesweiten Protestbewegung, die auch in London, Manchester und Exeter stattfindet. Die Kampagne fordert ein Ende der grausamen Behandlung von Jagdhunden in Spanien, insbesondere die Praxis, Hunde nach dem Ende der Jagdsaison zu verstoßen oder zu töten. Jedes Jahr sollen bis zu 100.000 Hunde aufgrund der Jagdtradition in Spanien vernachlässigt, misshandelt oder getötet werden.
Die Demonstranten kritisieren, dass Jagdhunde in Spaniens neuen Tierschutzgesetzen von 2023 nicht berücksichtigt wurden. Statt als Lebewesen in Not werden sie lediglich als „Werkzeuge“ klassifiziert, was ihnen den rechtlichen Schutz verwehrt, den andere Haustiere genießen.
„Es ist billiger für die Jäger, die Hunde wegzuwerfen und im nächsten Jahr neue zu bekommen, als die bestehenden Hunde zu behalten“, erklärte An Di Prima, eine der Organisatorinnen des Marsches in Glasgow. Sie fordert mehr Schutz für diese Hunde, die oft als „verbraucht“ gelten, wenn die Jagdsaison endet. „Es ist nicht gerecht, dass ein Haustier mehr Schutz unter dem Gesetz genießt als ein Galgo oder ein Podenco“, sagte sie weiter.
Einige der protestierenden Hunde, die gerettet wurden, sind inzwischen in Großbritannien untergebracht. Val Pirie, die selbst zehn Hunde, darunter zwei Podencos und fünf Galgos, besitzt, betonte: „Diese Hunde sind so liebenswert und großartige Familienhunde.“ Sie fügte hinzu: „Es ist wichtig, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen, da die Situation international ist. Viele Länder beteiligen sich an der Rettung dieser Hunde, aber jedes Jahr werden bis zu 100.000 Hunde entsorgt, und die Tierheime in Spanien sind überfüllt.“
Free Spanish Hounds, eine britische Organisation, die 2023 gegründet wurde, setzt sich aktiv für die Rettung und den Schutz spanischer Jagdhunde ein. Adva Shimshy, eine der Gründerinnen, erklärte: „Unsere friedlichen Proteste sind inzwischen das dritte Jahr in Folge aktiv. Wir werden weiterhin mit den Aktivisten in Spanien zusammenarbeiten, bis Galgos und Podencos endlich den rechtlichen Schutz erhalten, den sie dringend benötigen.“