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Premierminister fordert Prinz Andrew zur Aussage vor dem US-Kongress auf

Der Premierminister Großbritanniens, Sir Keir Starmer, hat Prinz Andrew aufgefordert, sich auf eine Aussage vor dem US-Kongress vorzubereiten, nachdem neue Akten im Zusammenhang mit dem verurteilten Finanzier Jeffrey Epstein veröffentlicht wurden. Diese enthalten unter anderem Fotos, die den ehemaligen Herzog von York in belastender Pose zeigen.

Die Veröffentlichung von über drei Millionen Dokumenten durch das US-amerikanische Justizministerium am vergangenen Freitag brachte neue Details ans Licht, darunter Fotos, die Andrew möglicherweise zeigen, wie er sich über eine unbekannte Frau beugt. Ein weiteres Bild zeigt einen Mann, der möglicherweise Andrew ist, wie er neben einer liegenden Frau kniet. Die genaue Herkunft dieser Bilder bleibt unklar.

„Epsteins Opfer müssen immer an erster Stelle stehen“, erklärte Sir Keir, als er auf Fragen angesprochen wurde, ob Prinz Andrew sich entschuldigen und vor dem Kongress aussagen sollte. „Jeder, der Informationen hat, sollte bereit sein, diese in der von den Behörden geforderten Form weiterzugeben, denn nur so kann man den Opfern gerecht werden.“

Die neu veröffentlichten Bilder von Andrew, die keine Bildunterschriften tragen, scheinen ihn in intimen Szenen zu zeigen, in denen er unter anderem den Bauch einer Frau berührt. Auch ein unbekannter Mensch ist im Hintergrund zu sehen, dessen Füße auf einem Tisch ruhen. Diese Fotos wurden zusammen mit weiteren Dokumenten veröffentlicht, darunter E-Mails zwischen Andrew und Epstein über eine angeblich „schöne“ russische Frau und einer Einladung an Epstein, den Buckingham-Palast zu besuchen.

Prinz Andrew, der alle Vorwürfe vehement zurückweist, war zuvor mehrfach in Verbindung mit Epstein genannt worden. In den veröffentlichten E-Mails wird auch diskutiert, wie Sarah Ferguson, Andrews Ex-Frau, eine Erklärung abgeben sollte, um Epstein als „keinen Pädophilen“ darzustellen und ihre eigenen falschen Vorstellungen über ihn zu bereinigen.

Weitere brisante Verbindungen und Zahlungen

Neben den Informationen zu Andrew gibt es auch neue Enthüllungen über Lord Mandelson, den ehemaligen britischen Botschafter in den USA. Mandelson hatte seine Position nach Bekanntwerden weiterer Kontakte zu Epstein verloren, obwohl Epstein bereits 2008 wegen Prostitution und Minderjähriger verurteilt worden war. In den jetzt veröffentlichten Akten finden sich E-Mails zwischen Epstein und Reinaldo Avila da Silva, dem Ehemann von Lord Mandelson, in denen es um Zahlungen und die Teilnahme an einem osteopathischen Kurs geht. Außerdem tauchen Banküberweisungen in Höhe von insgesamt 50.000 US-Dollar auf, die Mandelson im Jahr 2004 von Epstein erhalten haben soll.

Ein Sprecher von Lord Mandelson erklärte, er könne sich an diese Zahlungen nicht erinnern und könne nicht bestätigen, ob die Dokumente authentisch seien. Mandelson hatte sich bereits entschuldigt, nachdem seine Verbindungen zu Epstein öffentlich wurden.

Obwohl der Epstein-Skandal weiterhin viele Fragen aufwirft, betonten die Behörden, dass allein das Erscheinen von Namen und Bildern in den veröffentlichten Akten noch keine Beweise für strafbare Handlungen darstellen.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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