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Polizistin wegen Kinderpornos und Einbrüchen angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Landshut hat Anklage gegen eine Polizistin erhoben. Die mittlerweile vom Dienst suspendierte 45-Jährige soll den Polizeicomputer nach kürzlich verstorbenen Personen durchsucht haben, um in deren Wohnungen einzubrechen.

Die Staatsanwaltschaft Landshut hat Anklage gegen eine Polizeibeamtin aus dem Raum Landshut erhoben. Der heute 45-Jährigen werden mehrere Wohnungseinbrüche, mehrfache Verletzungen des Dienstgeheimnisses sowie der Besitz von kinder- und jugendpornografischen Bildern zur Last gelegt.

Sterbeanzeigen in Lokalzeitung durchforstet

Die mittlerweile vom Dienst suspendierte Beamtin soll im November 2017 im Polizeicomputer gezielt nach kürzlich verstorbenen Personen gesucht haben, um anschließend in deren Wohnungen einzubrechen. Zuvor hatte sie die Todesanzeigen der Lokalzeitung durchforstet. Bei den anschließenden Einbrüchen soll sie von ihrer bereits verurteilten Freundin unterstützt worden sein, so die Anklage. Als Motiv sieht die Staatsanwaltschaft Landshut eine finanzielle Schieflage der Polizistin.

Kinderpornographische Bilder auf dem Computer

Die Frau ist laut Staatsanwaltschaft aber auch für Einbrüche in verschiedene Häuser, eine Dönerbude und ein Vereinsheim verantwortlich. Des Weiteren soll sie einem Tatverdächtigen auf der Dienststelle einen dreistelligen Geldbetrag aus den persönlichen Sachen gestohlen haben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden auf dem Computer der 45-Jährigen kinder- und jugendpornographische Bilder gefunden, so der Oberstaatsanwalt auf BR-Nachfrage.

Die ehemalige Lebensgefährtin der Angeklagten wurde bereits durch das Amtsgericht München wegen Wohnungseinbruchsdiebstahl zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.