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Polizeizahl in Großbritannien sinkt um mehr als 1.000 in einem Jahr

Die Zahl der Polizeibeamten in England und Wales ist im vergangenen Jahr um mehr als 1.300 gesunken und liegt nun rund 2.000 unter dem Höchststand von 2024, so aktuelle Zahlen. Bis Ende September 2025 waren 145.550 Vollzeitäquivalente (FTE) Polizisten im Dienst der 43 Territorialpolizeikräfte, was einen Rückgang von 1.318 (0,9 %) im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dies bedeutet auch einen Rückgang von 2.195 FTE-Beamten oder 1,5 % gegenüber der Rekordzahl von 147.745 Ende März 2024.

Der Rückgang ist vor allem beim Metropolitan Police Force zu verzeichnen

Die neuen Zahlen des Innenministeriums zeigen eine gemischte Entwicklung im ganzen Land. Während 24 Polizeikräfte einen Anstieg der Zahl der Beamten verzeichneten, was insgesamt einen Zuwachs von 457 bedeutet, wurde dieser Anstieg von den restlichen 19 Kräften ausgeglichen, die insgesamt 1.775 Beamte weniger hatten. Besonders auffällig ist der starke Rückgang der Zahl der Polizisten bei der Metropolitan Police, der größten Polizeikraft des Landes. Allein hier gab es einen Verlust von 1.461 Beamten, was einem Rückgang von 4,3 % entspricht.

Die neuesten Zahlen wurden nur wenige Tage nach der Veröffentlichung eines Reformplans des Innenministeriums bekannt, der als die größten Veränderungen in der Geschichte der britischen Polizei bezeichnet wird. In diesem Rahmen wird eine drastische Reduzierung der Anzahl der Polizeikräfte in England und Wales bis zum Ende der nächsten Parlamentsperiode angestrebt, wobei die verbleibenden größeren Kräfte in lokale Gebietsstrukturen unterteilt werden sollen.

Ein weiteres bemerkenswertes Element der Reformen betrifft das sogenannte Officer Maintenance Grant, das abgeschafft werden soll. Stattdessen sollen mehr Polizisten in Gemeindearbeiten eingesetzt werden, um die Zahl der Verwaltungsbeamten zu reduzieren. Die Regierung kündigte auch an, landesweit Live-Gesichtserkennungsfahrzeuge einzusetzen und eine neue nationale Behörde namens Police.AI zu schaffen, um den Einsatz künstlicher Intelligenz zu überwachen und die Bürokratie für Polizisten zu verringern.

In einer weiteren Maßnahme zur Verstärkung der Polizei hat die Regierung bereits angekündigt, bis 2029 insgesamt 13.000 neue Polizeibeamte für die Nachbarschaftspolizei zu rekrutieren, wobei 3.000 neue Beamte noch in diesem Jahr ihren Dienst antreten sollen. Bis Ende September 2025 waren bereits 2.383 neue Polizei- und Gemeindebeamte in Nachbarschaftsbereichen im Einsatz.

Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, dass diese Zahlen zeigen, dass in den letzten sechs Monaten fast 2.400 neue Nachbarschaftspolizisten im Land eingesetzt wurden, um die Polizeipräsenz auf den Straßen zu erhöhen. Im Vergleich dazu hätten frühere Regierungen 12.000 Beamte in Verwaltungsrollen „hinter Schreibtischen“ beschäftigt, statt sie auf die Straßen zu schicken.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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