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Politischer Druck auf die Eröffnung des Queen Elizabeth University Hospital – Anas Sarwar

Die Frage des politischen Drucks zur frühen Eröffnung des Queen Elizabeth University Hospitals (QEUH) in Glasgow steht erneut im Mittelpunkt der politischen Debatte. Anas Sarwar, Vorsitzender der schottischen Labour-Partei, brachte während der Fragestunde des Ersten Ministers am Donnerstag Dokumente vor, die seiner Ansicht nach den Druck belegen, unter dem das Krankenhaus zur Eröffnung gedrängt wurde. Dies steht im Widerspruch zu den Aussagen von Premierminister John Swinney, der noch vor einer Woche erklärte, dass keine solche Druckausübung durch die schottische Regierung stattgefunden habe.

Beweise für politischen Druck

Die präsentierten Notizen, die aus internen Sitzungen von NHS Greater Glasgow and Clyde stammen, zeigen auf, dass während der Planungen für die Krankenhauseröffnung im Jahr 2019 ein erheblicher politischer Druck gefühlt wurde. Sarwar zitiert ein Protokoll von Treffen, die am 16. Dezember 2019, 19. Dezember 2019 und 10. Januar 2020 stattfanden. In diesen Sitzungen wurde festgestellt, dass trotz ernsthafter Bedenken hinsichtlich des Fertigstellungsstatus des Krankenhauses keinerlei Überlegungen angestellt wurden, die Eröffnung zu verschieben.

Die Notizen belegen, dass wichtige Verantwortliche, darunter der ehemalige NHS-Mitarbeiter Jim Leiper und Tom Steele von NHS Greater Glasgow and Clyde, darauf hinwiesen, dass man aus dem Bauprozess lernen müsse. Dabei wurde auch der „politische Druck“ thematisiert, der auf die Verantwortlichen ausgeübt wurde. Interessanterweise wird jedoch nicht klargestellt, von wem dieser Druck ausging.

„In diesen Notizen steht schwarz auf weiß, dass politischer Druck gefühlt wurde und keine Überlegungen angestellt wurden, die Eröffnung des Krankenhauses zu verzögern, obwohl erhebliche Probleme bei der Fertigstellung und dem Betrieb vorlagen“, so Sarwar bei seiner Rede vor dem schottischen Parlament.

Reaktion der Regierung und laufende Untersuchungen

In der Fragestunde des Parlaments reagierte Premierminister Swinney auf die Vorwürfe. Er betonte, dass eine unabhängige Untersuchung, die von Lord Brodie geleitet wird, derzeit alle relevanten Fragen untersuche. Swinney wies darauf hin, dass die Untersuchung bereits den Sachverhalt prüfe und keine Beweise für externen Druck auf NHS Greater Glasgow and Clyde vor der Krankenhauseröffnung gefunden worden seien. Laut den Aussagen des Anwalts der Untersuchung, die am 23. Januar 2026 abgegeben wurden, gebe es keinerlei Hinweise auf Druck von außen, das Krankenhaus zu früh zu eröffnen.

Die Schottische Krankenhaus-Untersuchung befasst sich intensiv mit dem Bau und den strukturellen Problemen des QEUH sowie des angrenzenden Royal Hospital for Children. Die Untersuchung wurde nach dem Tod von Milly Main im Jahr 2017, der mit Infektionen im Zusammenhang gebracht wird, eingeleitet. Sarwar fordert, dass die Untersuchung auch die Rolle der schottischen Regierung bei der Beauftragung und Eröffnung des Krankenhauses genauer unter die Lupe nimmt.

Abschließend betonte Swinney, dass alle relevanten Dokumente der Untersuchung zur Verfügung gestellt wurden und dass er volles Vertrauen in die unabhängige Beurteilung der Angelegenheit durch Lord Brodie habe. „Wir haben eine vollständige öffentliche Untersuchung eingerichtet, die Zugang zu allen Informationen hat, und wir sollten auf die Ergebnisse dieser Untersuchung hören“, sagte Swinney.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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