Plan für 45 neue Wohnungen in Blackheath sorgt für Aufsehen
Die Entscheidung über ein umstrittenes Wohnbauprojekt in Blackheath, das von Prominenten wie Jude Law und Dominic Cooper scharf kritisiert wird, wurde vertagt. Der Bau von 45 neuen Wohneinheiten auf dem Parkgelände des Blackheath Bahnhofs stieß auf heftige Widerstände, nicht nur von den berühmten Gegnern, sondern auch von zahlreichen Anwohnern.
Geplante Bauten und starke Bedenken
Das Projekt, das von der Acorn Property Group vorgeschlagen wurde, sieht den Bau von 25 Wohnungen in zwei Blockbauten – einem vierstöckigen und einem fünfstöckigen – sowie 20 Reihenhäusern mit jeweils drei Stockwerken vor. Das Gelände, das sich derzeit als Parkplatz für den Blackheath Bahnhof befindet, ist auch der Standort des beliebten Bauernmarkts, der laut den Gegnern des Projekts in seiner derzeitigen Form stark gefährdet wäre.
In einer offenen Stellungnahme, die von prominenten Persönlichkeiten wie Schauspielern Jude Law und Dominic Cooper unterzeichnet wurde, wird das Design der Gebäude als „übermächtig und unsensibel“ bezeichnet. Es wurde argumentiert, dass der Entwurf das einzigartige Charakterbild der Nachbarschaft zerstören könnte. Zu den weiteren Unterzeichnern gehören der Musiker Manfred Mann, der TV-Moderator Jools Holland und die Schauspielerin Sarah Hadland.
„Wir sind zutiefst besorgt über die Bedrohung der Harmonie und der wirtschaftlichen Vitalität des Blackheath Dorfes durch die Pläne von Acorn, drei große Wohnblöcke auf dem Parkgelände zu errichten“, heißt es in der Erklärung. Insbesondere die dramatische Reduzierung der Parkplätze und die Unsicherheit bezüglich des zukünftigen Standorts des Bauernmarktes, der auf einen engen Streifen des Parkplatzes verlegt werden soll, gefährden die Existenz der kleinen Geschäfte im bereits angespannten Viertel.
Am Dienstagabend traf der Planungsausschuss des Lewisham Councils eine Entscheidung, den Antrag zu vertagen. Dies soll weitere Informationen zu Fragen wie der Parkraumsituation, den Auswirkungen auf die kommerzielle Aktivität in der Umgebung sowie den Zugangsbedingungen, einschließlich der Zugänglichkeit für Rettungsdienste, einholen. „Dieser Antrag hat mehr öffentliche Aufmerksamkeit erregt als fast alles andere, was in den fast acht Jahren meiner Ratsmitgliedschaft passiert ist“, sagte Councillor James Rathbone in der Sitzung. „Es ist wichtig, dass wir den Tausenden von Menschen, die ihre Meinung geäußert haben, versichern, dass wir alle Details sorgfältig geprüft haben“, fügte er hinzu.
Der Bauplan, der von den lokalen Behörden vorerst mit 43 Bedingungen empfohlen wurde, könnte das Gesicht von Blackheath, einem der historischen und malerischen Ecken Londons, erheblich verändern. Ein endgültiger Beschluss wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses am 12. Februar erwartet.