Peking schlägt Kanada zu und beschuldigt Trudeaus Regierung der “Heuchelei” und “Schwäche” gegenüber den Äußerungen von Xinjiang und Hongkong. 

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China hat den kanadischen Premierminister Justin Trudeau zurückgeschlagen, nachdem er Pekings Menschenrechtsbilanz, die Inhaftierung kanadischer Staatsbürger und den Einsatz von “Zwangsdiplomatie” kritisiert hatte.

Am Mittwoch sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, die kanadische Regierung habe “Heuchelei” und “Schwäche” gezeigt, als er auf Kommentare von Trudeau antwortete.

Trudeau gab am Dienstag in Peking Warnschüsse ab, als er den 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen Kanadas zu China feierte. “Wir werden weiterhin absolut entschlossen sein, mit unseren Verbündeten zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass Chinas Ansatz der Zwangsdiplomatie und die willkürliche Inhaftierung von zwei kanadischen Bürgern zusammen mit Bürgern anderer Länder auf der ganzen Welt von ihnen nicht als erfolgreiche Taktik angesehen wird”, so die Premierminister sagte.

Die Kanadier Michael Kovrig und Michael Spavor sind seit Dezember 2018 wegen Verdachts auf Spionage in China inhaftiert. Ihre Festnahmen erfolgten nur wenige Tage nach der Festnahme eines chinesischen Staatsbürgers in Kanada.

Trudeau kritisierte auch Chinas Menschenrechtsbilanz, verurteilte Pekings Behandlung der uigurischen Bevölkerung von Xinjiang und teilte seine Sorge um die Menschen in Hongkong.

In der staatlichen Pressekonferenz am Dienstag lobte Lijian die Fortschritte, die China und Kanada in den 50 Jahren diplomatischer Beziehungen erzielt hatten, bat Ottawa jedoch auch, einen chinesischen Staatsbürger freizulassen, der auf Ersuchen der USA in Kanada inhaftiert worden war.

Meng Wanzhou, der Finanzvorstand des Telekommunikationsgiganten Huawei, wurde im Dezember 2018 bei seiner Wiedereinreise nach Kanada festgenommen. Sie wurde wegen Betrugs und Verschwörung wegen Betrugs verhaftet, um die US-Sanktionen gegen den Iran zu umgehen. Lijian behauptete, dass Wanzhous rechtswidrige Inhaftierung die Hauptursache für die derzeitige Verschlechterung der chinesisch-kanadischen Beziehungen sei.

Am Dienstag forderte Peking die asiatischen Nationen auf, sich im jüngsten Wortkrieg zwischen Washington und Peking gegen Washingtons “altmodische Mentalität des Kalten Krieges” zu vereinen. Die beiden Nationen haben die gegenseitigen Diplomaten mehrfach gegenseitig eingeschränkt.

In der Zwischenzeit nahm Chinas spiralförmiger diplomatischer Streit mit Canberra am Montag eine weitere Wendung, als China Berichten zufolge australische Kohleimporte verbot. Peking hat Australien zuvor Massenspionage und die Razzia in den Häusern chinesischer Journalisten vorgeworfen.

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