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Oxford Street soll noch in diesem Jahr teilweise für den Verkehr gesperrt werden, kündigt Bürgermeister Sadiq Khan an

London wird noch in diesem Jahr einen wichtigen Schritt in Richtung einer teilweisen Fußgängerzone auf der berühmtesten Einkaufsstraße der Stadt machen, so der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan. Die Stadt hofft, bis Ende 2023 eine verkehrsfreie Zone auf der Westseite von Oxford Street umzusetzen, vorausgesetzt, alle Planungen laufen wie vorgesehen.

Verkehrsfreie Zonen und neue Steuern

Der Bürgermeister erläuterte die geplante Umgestaltung der Oxford Street, die als eine Maßnahme zur Förderung des Einzelhandels und der touristischen Attraktivität Londons gedacht ist. Ziel der Veränderung ist es, die Straße für Fußgänger zugänglicher zu machen und gleichzeitig den kommerziellen Verkehr zu steigern. Die ersten Umbaumaßnahmen werden bereits in diesem Jahr erwartet, wobei die vollständige Umsetzung einer Fußgängerzone in Phasen erfolgen soll. Die ersten Abschnitte, die zwischen Orchard Street und Great Portland Street – also zwischen den Wahrzeichen wie Selfridges und Ikea – liegen, sollen im Jahr 2023 eröffnet werden.

Die Kosten für die Umgestaltung von Oxford Street sind erheblich. Die Oxford Street Development Corporation hat für die ersten fünf Jahre des Projekts 144 Millionen Pfund eingeplant. Khan erklärte, dass die endgültige Gestaltung nicht sofort abgeschlossen sein werde, aber hoffte, dass bereits in diesem Jahr erste sichtbare Veränderungen wie eine vorläufige Verkehrsberuhigung sichtbar werden. „Was die Leute in diesem Jahr sehen werden, wird noch nicht das Endergebnis sein, aber es wird hoffentlich zu einem endgültigen Fußgängerbereich führen“, sagte Khan.

Der Bürgermeister wies auch darauf hin, dass der Plan vorsieht, den Verkehr im Westen der Straße zu beschränken, wobei Busse und Taxis weiterhin zugelassen bleiben. „Oxford Street ist bereits größtenteils frei von Autos, aber in diesem Jahr wollen wir die nächsten Schritte in Richtung einer verkehrsfreien Zone gehen“, so Khan weiter.

Ein zusätzliches Problem, das die Stadtverwaltung zu lösen hat, ist die potenziell erhöhte Steuerlast für die Londoner Bürger. Sadiq Khan bestätigte, dass im Falle eines Abstiegs von West Ham United aus der Premier League die Betriebskosten des London Stadions, das die Stadtverwaltung mitfinanziert, auf 2,5 Millionen Pfund pro Jahr steigen würden. „Wenn West Ham, Gott bewahre, absteigt, wird unsere Unterstützung für das Stadion verdoppelt“, erklärte Khan.

Die Stadt hofft, durch die Umgestaltung der Oxford Street auch Investitionen aus dem globalen Markt anzuziehen und sieht großes Potenzial, die Straße als Veranstaltungsort für Veranstaltungen, wie zum Beispiel während des Wimbledon-Tennisturniers, zu nutzen. Der Vorsitzende der Oxford Street Development Corporation, Nabeel Khan, soll die Arbeiten im Februar aufnehmen, um zusätzliche Einnahmen durch kommerzielle Deals zu generieren.

Das Projekt stieß jedoch auf Kritik. Der Tory-Abgeordnete Alex Georgiou bezeichnete die geplanten Ausgaben von 144 Millionen Pfund für die erste Phase als „eine enorme Summe an Steuergeldern“. Auch Anwohnergruppen äußerten Bedenken, dass die umliegenden Straßen wie die Wigmore Street durch die umgeleiteten Busse überlastet werden könnten. Khan versicherte jedoch, dass die Behörde bemüht sei, die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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