Ohrensymptom könnte auf den Beginn der Wechseljahre hindeuten
Viele Frauen leiden unter einem fast ständig auftretenden Ohrproblem, das ein Zeichen für eine bedeutende Veränderung im Körper sein könnte. Obwohl die Symptome der Menopause offensichtlich sind, hat ein Arzt nun auf ein oft übersehenes Warnzeichen hingewiesen, das mit den Ohren in Verbindung steht. Das könnte für Millionen von Frauen ein Hinweis auf die bevorstehende Menopause sein.
In Großbritannien erleben oder haben etwa 13 Millionen Menschen bereits die Menopause durchlebt. Dr. Amir Khan, ein bekannter Arzt, der regelmäßig in den ITV-Talkshows „Lorraine“ und „Good Morning Britain“ zu sehen ist, hat kürzlich auf ein Symptom hingewiesen, das in Bezug auf die Menopause selten erwähnt wird: Tinnitus. Laut Dr. Khan könnte Tinnitus, der Zustand, bei dem Menschen ein ständiges Summen, Rauschen oder Klingeln in den Ohren hören, ein frühes Anzeichen für den Eintritt in die Perimenopause oder die Menopause sein.
Ursache für das Ohrensymptom
Obwohl Hitzewallungen und emotionale Schwankungen die bekanntesten Symptome der Wechseljahre sind, zeigen Studien, dass etwa 30 % der Frauen während dieser Übergangsphase neue oder verschärfte Tinnitus-Symptome entwickeln. Dr. Khan erklärt, dass ein sinkender Östrogenspiegel den Blutfluss und die kleinen Rezeptorzellen im Innenohr beeinflusst. Diese Zellen sind wichtig für das klare Hören, weshalb viele Frauen während der Perimenopause feststellen, dass sich Geräusche gedämpft anhören oder das Verfolgen von Gesprächen, insbesondere in lauten Umgebungen, schwieriger wird.
„Wenn der Östrogenspiegel sinkt, kann dies die empfindlichen Nerven in den Ohren stören und zu den typischen phantomhaften Geräuschen führen“, so Dr. Khan weiter. Auch hormonelle Schwankungen tragen dazu bei, dass Tinnitus besonders nachts oder während stressiger Phasen auffällt. Während der Wechseljahre können auch andere Symptome wie Schwindel und Gleichgewichtsstörungen auftreten, da das Gleichgewichtssystem im Innenohr ebenfalls von Östrogen beeinflusst wird. Viele Frauen erleben diese Beschwerden als vorübergehende Schübe, die während des Menstruationszyklus stärker werden.
Behandlungsmöglichkeiten
Obwohl diese Ohrensymptome das Selbstbewusstsein beeinträchtigen können, insbesondere wenn gleichzeitig weitere Symptome wie „Gehirnnebel“ und Schlafprobleme auftreten, betont Dr. Khan, dass sie behandelbar sind. Der erste Schritt, den er Frauen rät, ist ein Hörtest, vor allem wenn das Hören auf einem Ohr schlechter geworden ist oder Geräusche sich einseitig anfühlen. Für Tinnitus empfiehlt er unter anderem Klangtherapien, das Etablieren regelmäßiger Schlafgewohnheiten und eine Reduktion des Koffeinkonsums, da dieser die Symptome verschlimmern kann.
Für Frauen, die unter Schwindel und Gleichgewichtsstörungen leiden, empfiehlt Dr. Khan, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und Bewegungen langsam auszuführen. In einigen Fällen könne eine Hormonersatztherapie (HRT) helfen, die Symptome zu stabilisieren. Weitere Informationen zu HRT, einschließlich möglicher Nebenwirkungen und alternativer Behandlungsmethoden, sind auf der NHS-Website verfügbar.
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