Neue E-Mails werfen Fragen zur möglichen Vaterschaft von Jeffrey Epstein auf
Eine kürzlich veröffentlichte E-Mail legt nahe, dass Jeffrey Epstein möglicherweise ein geheimes Kind hatte. Die Nachricht, die Sarah Ferguson, die ehemalige Herzogin von York, im September 2011 an den verurteilten Finanzier schickte, gratuliert ihm zur Geburt eines „Jungen“. Diese Entdeckung wirft neue Fragen auf, da nie bestätigt wurde, ob Epstein Kinder gezeugt hat. Mehr als 100 Personen haben sich in der Vergangenheit gemeldet und behauptet, Epsteins Nachkommen zu sein, mit dem Ziel, einen Teil seines Erbes zu beanspruchen.
Ferguson gratuliert Epstein in privater Nachricht
In der Nachricht, die aus den vor kurzem freigegebenen 3 Millionen Dokumenten der US-amerikanischen Justizabteilung stammt, schrieb Ferguson an Epstein: „Ich weiß nicht, ob du noch auf diesem BBM bist, aber ich habe von dem Herzog gehört, dass du einen Jungen bekommen hast. Auch wenn wir keinen Kontakt mehr hatten, bin ich trotzdem hier mit Liebe, Freundschaft und Glückwünschen zu deinem Jungen. Sarah xx.“ Die „Herzogin“ bezieht sich hier auf ihren Ex-Ehemann, Prinz Andrew, der möglicherweise die Quelle der Informationen war.
Obwohl Epstein nie offiziell als Vater eines Kindes bestätigt wurde, häufen sich die Berichte von Personen, die behaupten, seine Nachkommen zu sein. Ein DNA-Dienstleister berichtete 2020, dass 130 Menschen Anspruch auf das Erbe des verstorbenen Finanziers erhoben hatten, wenngleich ein erheblicher Teil dieser Ansprüche bereits abgelehnt wurde. Die Dokumente legen zudem nahe, dass Epstein in seiner letzten Willenserklärung vor seinem Tod 2019 seine damalige Freundin Karyna Shuliak als Haupterbin einsetzte.
Darüber hinaus enthalten die veröffentlichten E-Mails auch Vorwürfe von Ferguson, dass Epstein sie nur benutzt habe, um sich Andrew zu nähern. In einer weiteren Nachricht aus demselben Zeitraum schrieb sie: „Du bist verschwunden. Ich wusste nicht einmal, dass du ein Kind bekommen hast. Es war mir sooooo klar, dass du nur mit mir befreundet warst, um an Andrew ranzukommen. Und das hat mich mehr verletzt, als du je wissen wirst.“
Die Dokumente geben außerdem Aufschluss darüber, dass Andrew seine Beziehung zu Epstein mindestens bis 2017 aufrechterhielt, sieben Jahre nach dem behaupteten Kontaktabbruch.
Der Fall Epstein bleibt mysteriös und umstritten, da immer mehr Menschen Ansprüche auf sein Vermögen erheben und die genaue Natur seiner Beziehungen weiter untersucht wird. Harvey Morse, der Gründer der Firma Morse Genealogical Services, erklärte, es sei durchaus möglich, dass Epstein nicht nur ein Kind, sondern sogar Enkelkinder gezeugt habe. „Es gibt eine reale Chance, dass er ein Kind gezeugt hat. Er könnte sogar ein Großvater sein“, sagte er.