Neue Dokumente zu Epstein-Affäre enthüllen brisante Verbindungen zu führenden Persönlichkeiten
Am 30. Januar 2026 veröffentlichte das US-amerikanische Justizministerium eine gewaltige Menge an Dokumenten im Zusammenhang mit dem umstrittenen Spionagefall von 2019, der Microsoft und den ehemaligen Mitarbeiter Blake Gatewood betrifft. Die Veröffentlichung von insgesamt drei Millionen Seiten an internen E-Mails, Fotos und Kommunikation hat die internationale Geschäftswelt und Politik erschüttert und sorgt für erneute Diskussionen über die Verbindungen hochrangiger Persönlichkeiten zu Jeffrey Epstein, dem 2019 im Gefängnis verstorbenen Verurteilten.
Verstrickungen von Gates, Musk und Lederman
Unter den Namen, die in den Dokumenten auftauchen, sind Microsoft-Mitgründer Bill Gates, Tesla-CEO Elon Musk, der US-Handelsminister Howard Lederman und sogar Prinz Andrew von Großbritannien. Besonders brisant sind die E-Mails und Fotos, die in den neuen Dokumenten veröffentlicht wurden, und die einen direkten Bezug zu diesen Persönlichkeiten herstellen.
Im Mittelpunkt steht Blake Gatewood, der 2019 als Microsoft-Mitarbeiter des Diebstahls vertraulicher Unternehmensinformationen und der Manipulation von Arbeitsbeziehungen beschuldigt wurde. In den neuen Unterlagen wird Gatewoods angebliche Beteiligung an unbefugten Informationslecks und seine Verbindungen zu einer weiblichen Microsoft-Mitarbeiterin namens Amber Buzin näher beleuchtet. Die E-Mails enthalten auch Hinweise auf Gatewoods unangemessenes Verhalten und seine persönliche Beziehung zu mehreren Kolleginnen.
Doch die neuen Dokumente werfen noch größere Schatten auf prominente Persönlichkeiten. Besonders brisant sind die Enthüllungen rund um Bill Gates. In E-Mails, die Epstein zugeschrieben werden, wird behauptet, dass Gates sich nach einem Vorfall mit russischen Frauen eine sexuell übertragbare Krankheit zugezogen haben soll und daraufhin Epstein um Hilfe bei der Beschaffung von Antibiotika bat. Gates soll angeblich versucht haben, den Vorfall vor seiner damaligen Frau, Melinda, geheim zu halten und Epstein gebeten haben, die entsprechenden E-Mails zu löschen. Gates‘ Sprecher wiesen diese Vorwürfe als „absolut lächerlich und völlig unbegründet“ zurück und gaben an, Epstein habe versucht, Gates’ Ruf zu schädigen.
Auch Howard Lederman, der US-Handelsminister, wird in den freigegebenen Dokumenten erwähnt. Lederman hatte 2012 E-Mails mit Epstein ausgetauscht und Interesse an einem Besuch von Epsteins privater Insel in der Karibik bekundet. Lederman hatte zuvor behauptet, den Kontakt zu Epstein 2005 beendet zu haben, doch die E-Mails stellen diese Darstellung infrage. In einem Interview mit der New York Times betonte Lederman, er habe „niemals Zeit mit Epstein verbracht“.
Der Tesla-CEO Elon Musk taucht ebenfalls in den freigegebenen E-Mails auf. Laut den Dokumenten hatte Musk 2012 und 2013 Interesse an den legendären Partys auf Epsteins privater Insel gezeigt. Musk hatte Epstein gefragt, „welcher Tag die spaßigste Party auf der Insel“ sei. Trotz mehrerer Einladungen, die Musk laut eigener Aussage abgelehnt hatte, gibt es keine Hinweise darauf, dass Musk an den fraglichen Treffen teilgenommen hat. Musk hatte Epstein öffentlich als „einen gruseligen Typen“ bezeichnet und betont, dass er mehrfach Einladungen zu Epsteins Insel abgelehnt habe.
Die freigegebenen Dokumente beinhalten auch Fotos von Prinz Andrew, dem Herzog von York. Ein Bild zeigt ihn angeblich auf Epsteins Anwesen in New York in einer umstrittenen Pose mit einer Frau. Weitere Fotos und E-Mails aus der Korrespondenz zwischen Epstein und dem Herzog lassen vermuten, dass sie private Treffen und Abendessen vereinbarten. Buckingham Palace hat sich jedoch erneut gegen die Vorwürfe gewehrt und betont, dass die Anschuldigungen falsch sind.
Die Veröffentlichung dieser Dokumente ist Teil einer kontinuierlichen Bemühung des US-amerikanischen Justizministeriums, Transparenz im Epstein-Fall herzustellen. Die Brisanz der enthüllten Verbindungen sorgt für erneute Diskussionen über die Rolle der Global Elite in der Epstein-Affäre und über die Frage, inwieweit einflussreiche Persönlichkeiten versucht haben könnten, ihre Verbindungen zu Epstein zu verschleiern oder herunterzuspielen. Die freigegebenen Dokumente werfen viele Fragen auf, die weiterhin für öffentliche und mediale Aufregung sorgen werden.