Nach der Sperrung singt die Gemeinde gemeinsam in der Kirche.

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Nach der Sperrung singt die Gemeinde gemeinsam in der Kirche.

Beim Gottesdienst erklingt noch einmal fröhlicher Gesang. Die Josefskapelle in Hessellohe wurde vor 30 Jahren gebaut.

Nach der Abriegelung wurde gemeinsam gesungen.

“Endlich kann ich wieder singen.” Norbert Stork, der Kirchenmusiker, erklärte den Zuhörern begeistert, dass das Singen wieder erlaubt sei. Dank der Diözese und des Infektionsschutzes dürfen die Besucher ab sofort in der Kirche (mit Mundschutz) und draußen (ohne) singen.

Beim Open-Air-Gottesdienst an der Josefskapelle zwischen Bittenbrunn und Hessellohe nutzten die Gäste die Gelegenheit, “Nun danket alle Gott” und andere Lieder mit Inbrunst zu singen. Die Familie Hägele und Richard Golder gaben mit ihrer Blasmusik den Ton an, und Monsignore Vitus Wengert war von der schönen Open-Air-Stimmung sichtlich begeistert.

Der ehemalige Pfarrer erinnert sich, wie er 1991 gemeinsam mit dem neuen Pfarrer der Christuskirche die neue Kapelle segnete. Die St.-Josephs-Kapelle, so fährt er fort, sei nach dreißig Jahren optisch ein Schmuckstück mit grüner Umrandung und ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Lebens im Stadtteil geworden.

“Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht.” Christian Stemmer, Innungsmeister des Zimmererhandwerks, erinnert sich lebhaft an die Berufsschulklasse 1989/90. Mit seinen damaligen Bautechnik-Kameraden hat er in einem Schuljahr die Josefskapelle an ihrem heutigen Standort am Ortsrand fertiggestellt. Der Lehrer Walter Wörle organisierte das Projekt und teilte den Schülern Aufgaben zu. “Als Schaufeln angesagt war, kam einer mit einem großen Frontlader vom elterlichen Hof in Ballersdorf”, erinnert sich der Pensionär an die Ideen seiner Schüler. 29 Firmen aus Neuburg und Umgebung spendeten Material für 20.000 Euro, örtliche Handwerker sorgten für den Feinschliff, und Rosa Schneider stiftete eine kleine Glocke. Der ursprünglich geplante Standort am Feuerwehrhaus in Ried wurde verworfen; gemeinsam mit dem Heimatforscher Matthias Schieber wurde der Standort an der Straße nach Laisacker gefunden.

Der Bezirk Oberbayern belohnte die Berufsschule in Neuburg für ihren kleinen Sakralbau mit dem zweiten Platz im Schulwettbewerb. Christian Stemmer betreibt heute in Unterhausen einen Zimmereibetrieb mit zwölf Mitarbeitern. Gelegentlich schaut er in der St. Josefskapelle vorbei. So wie der eine oder andere Schulkamerad, “denn irgendwie ist die St. Josefskapelle etwas Besonderes für uns.”

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