Missbrauchsvorwürfe in der Diözese Augsburg haben zu einer Eilentlassung des Dekans geführt.

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Missbrauchsvorwürfe in der Diözese Augsburg haben zu einer Eilentlassung des Dekans geführt.

In Bayern ist ein weiterer Fall von mutmaßlichem Missbrauch gegen einen katholischen Priester aufgetaucht. Die Diözese Augsburg hat den Dekan entlassen.

Dekan ist wegen der Missbrauchsvorwuerfe mit sofortiger Wirkung entlassen worden.

Das Bistum Augsburg hat einen Priester von seinen Aufgaben als Seelsorger und Dekan “mit sofortiger Wirkung” entlassen und von allen Aufgaben entbunden. Das teilte die katholische Diözese am Donnerstagmorgen in einer Pressemitteilung mit. Der Generalvikar des Augsburger Bischofs, Harald Heinrich, hatte demnach bereits die Staatsanwaltschaft wegen “eines sehr schwerwiegenden Vorwurfs der sexuellen Nötigung gegen einen Priester der Diözese in einem konkreten Fall alarmiert.”

Dekan ist wegen der Missbrauchsvorwürfe in der katholischen Kirche mit sofortiger Wirkung entlassen worden.

Noch am Vormittag bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft Memmingen gegenüber unserer Redaktion, dass sie die Situation mit Sorge betrachtet und ein Ermittlungsverfahren gegen einen Geistlichen aus ihrem Zuständigkeitsbereich eingeleitet hat. Den Namen des Dekans, der unserer Redaktion bekannt ist, wollte sie “weder dementieren noch bestätigen”. Die Diözese Augsburg ist in 23 Dekanate mit jeweils mehreren Pfarreien unterteilt. Dekane sind die leitenden Geistlichen.

“Es besteht der Anfangsverdacht, dass sich der Geistliche über Jahre hinweg durch mehrfache sexuelle Handlungen, die gegenüber einer Person erfolgt sein sollen, strafbar gemacht hat”, teilte die Staatsanwaltschaft Memmingen am frühen Donnerstagnachmittag in einer Presseerklärung mit. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Aus diesem Grund könnten derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden. Die Staatsanwaltschaft wies “ausdrücklich” darauf hin, dass bei strafrechtlichen Ermittlungen die Unschuldsvermutung gilt.

“Die Behauptung verblüfft mich”, sagte ein Kirchenmitglied aus dem Dekanat gegenüber unserer Redaktion. Es ist, als ob einem der Kopf vor die Augen gehalten wird”. Man dürfe aber nicht vergessen, dass zunächst für jeden die Unschuldsvermutung gelte, fügte er hinzu. “Abgesehen von dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs sind keine weiteren Details zu dem Fall veröffentlicht worden. Man hat einfach keine Möglichkeit zu wissen, ob etwas passiert ist.”

Laut Pressemitteilung des Bistums Augsburg hat Bischof Bertram Meier auch die dafür zuständige Glaubenskongregation in Rom vorab informiert und um eine Entscheidung gebeten, wie es die kirchlichen Richtlinien zum Umgang mit sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche und die kanonischen Normen in diesem Fall vorsehen. Die… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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