Mindestens 200 neue Vorwürfe von kirchlichem Missbrauch sind in Bayern aufgetaucht.

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Mindestens 200 neue Vorwürfe von kirchlichem Missbrauch sind in Bayern aufgetaucht.

Die katholische Kirche hat 2018 eine umfangreiche Missbrauchsstudie veröffentlicht. Seitdem melden sich immer mehr Menschen als Opfer.

Mindestens 200 neue Vorwürfe von kirchlichem Missbrauch sind aufgetaucht.

In Bayern sind seit der Veröffentlichung der MHG-Untersuchung zu Missbrauch in der katholischen Kirche bereits rund 200 zusätzliche Hinweise auf mögliche neue Fälle eingegangen. Mindestens zehn Fälle sind bei den Staatsanwaltschaften im Freistaat eingegangen, drei davon bei der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Nach Angaben eines Sprechers der Erzdiözese München und Freising sind in der größten bayerischen Diözese seit der Veröffentlichung der so genannten MHG-Recherche rund 130 weitere Anzeigen eingegangen. Die Hinweise betrafen den Angaben zufolge aber nicht nur den in der MHG-Studie betrachteten Personenkreis der Geistlichen, Diakone und Ordensleute, sondern auch Erzieher, Lehrer und Ehrenamtliche. “Die überwiegende Mehrheit der Hinweise bezog sich auf Grenzverletzungen, die unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit lagen, also keinen sexuellen Missbrauch im strafrechtlichen Sinne darstellten”, so der Beamte.

Die katholische Kirche hatte im Herbst 2018 eine Studie zu sexuellen Übergriffen veröffentlicht.

In 36 der 130 Meldungen lag der angegebene Tatzeitraum sogar nach der Veröffentlichung der Studie im Herbst 2018. In zehn dieser Fälle, so der Sprecher, “konnte nicht ausgeschlossen werden, dass ein strafrechtliches Vergehen nach weltlichem Recht vorliegt.” In zwei Fällen habe das Erzbischöfliche Ordinariat Strafanzeige erstattet.

Die katholische Kirche hatte im Herbst 2018 die sogenannte MHG-Studie und damit Zahlen zum sexuellen Missbrauch öffentlich gemacht. Sie ist nach den drei Universitäten des Forschungskonsortiums benannt: Mannheim, Heidelberg und Gießen.

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