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Mindestens 17 Gefangene bei Aufruhr im venezolanischen Gefängnis getötet…

CARACAS, 1. Mai – Laut einem Militärbericht von Reuters und einem oppositionellen Gesetzgeber aus der Region wurden am Freitag mindestens 17 Gefangene in einem venezolanischen Gefängnis getötet, als sie versuchten, während eines Aufstands zu fliehen.

Dem Bericht der Nationalgarde zufolge schossen Soldaten auf eine Gruppe bewaffneter Gefangener, als sie versuchten, aus dem Haupteingang des Gefängnisses Los Llanos im zentralen portugiesischen Bundesstaat auszubrechen. Ein Beamter mit einem Megaphon verhandelte dann mit den Gefangenen und sie stimmten zu, sich zurückzuziehen, hieß es.

Dem Bericht zufolge ging das Militär davon aus, dass es im Gefängnis mehr Todesfälle gab, und die Gesetzgeberin Maria Martinez teilte Reuters mit, dass bekanntermaßen über 40 Menschen gestorben seien.

Martinez, der in der nahe gelegenen Landeshauptstadt Guanare lebt, sagte, der Aufstand sei darauf zurückzuführen, dass die Gefängnisbehörden den Angehörigen der Gefangenen verboten hätten, ihnen Lebensmittel zu bringen, wie es in venezolanischen Gefängnissen üblich ist.

Die Gefängnisministerin Venezuelas, Iris Varela, bestätigte in einem Interview mit einer lokalen Zeitung, dass es einen Vorfall im Gefängnis gegeben hatte und der Direktor des Gefängnisses erschossen und verwundet worden war, gab jedoch keine näheren Angaben oder Todesopfer an.

Das Informationsministerium antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Tödliche Unruhen sind in Venezuelas gesetzlosen Gefängnissen üblich, in denen Insassen oft offen mit Waffen umgehen. In einem diesjährigen Bericht von Human Rights Watch heißt es, die Gefängnisse des Landes seien von Korruption, unzureichender Sicherheit und Überfüllung geplagt. (Berichterstattung von Deisy Buitrago; Schreiben von Angus Berwick; Redaktion von Daniel Wallis)