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Michael Flatley nutzt Kredite für seinen ‚Monaco-Millionärs‘-Lebensstil, hört das Gericht

Der irische Tänzer und Choreograf Michael Flatley lebt einen luxuriösen Lebensstil, der als „Monaco-Millionär“ bezeichnet wird, und hat dafür auf Kredite zurückgegriffen, wie ein Gericht in Belfast nun vernimmt. Laut den Anwälten von Flatley hat dieser über Nacht eine halbe Million Euro aufgetrieben, um eine gerichtliche Verfügung zu beenden, die ihn daran hindert, mit der Bühnenproduktion „Lord of the Dance“ zu arbeiten.

Flatley erlangte internationale Bekanntheit mit seiner Aufführung von „Riverdance“ beim Eurovision Song Contest 1994 und schuf später das Theaterstück „Lord of the Dance“. Die 30. Jubiläumstournee des Stücks ist für den 5. Februar in der 3 Arena in Dublin geplant und wird 2026 in mehreren Ländern, darunter Großbritannien, Deutschland und Kroatien, fortgesetzt.

Rechtsstreit um Vertragsbruch

Der Streit vor dem Chancery Court in Belfast dreht sich um eine Vereinbarung zwischen Flatley und der Firma Switzer Consulting. Diese hatte die Rechte an „Lord of the Dance“ von Flatley übernommen und sollte im Gegenzug geschäftliche Management-Dienstleistungen erbringen. Dazu gehörten unter anderem Buchhaltung und Gehaltsabrechnung. Im Rahmen dieser Vereinbarung zahlte Flatley der Firma 35.000 Pfund pro Monat für die ersten 24 Monate, mit einer Erhöhung auf 40.000 Pfund im Anschluss.

Switzer Consulting hat eine einstweilige Verfügung erwirkt, um Flatley daran zu hindern, die Show zu beeinflussen, da die Firma einen Vertragsbruch behauptet. Die Anwälte von Flatley argumentierten jedoch, dass ohne seine Beteiligung die Show „gefährdet“ sei.

Das Gericht hörte, dass Flatleys ehemaliger Finanzberater, Des Walsh, erklärte, der Tänzer habe in der Vergangenheit immer wieder auf Kredite zurückgegriffen, um einen Reichtum vorzutäuschen, den er nicht besaß. Walsh sagte in einer Erklärung, dass Flatley in eine „Reichenklasse“ eingetreten sei, für die er nicht die nötigen finanziellen Mittel hatte, und dass er dies ignoriert habe. Statt seine Ausgaben zu reduzieren, habe er weiterhin von anderen geliehen, um sein „Luxusbild“ aufrechtzuerhalten.

Die Aussage von Walsh besagte weiter, dass Flatley eine „unersättliche“ Geldgier für seinen Lebensstil habe und sogar 75.000 Euro für eine Geburtstagsfeier sowie 50.000 Euro für eine Mitgliedschaft im Monaco Yacht Club aufgenommen habe.

In der Verhandlung widersprach David Dunlop, der Anwalt von Flatley, den Vorwürfen, dass der Tänzer ein schlechter Finanzverwalter sei. Dunlop argumentierte, dass Switzers Ansprüche nur auf einer Gebühr von 420.000 Pfund für die verbleibenden 60 Monate des Dienstleistungsvertrags basieren und dass Flatley „über Nacht“ 500.000 Euro aufgebracht habe, um die rechtlichen Auseinandersetzungen zu beenden.

Die Entscheidung des Gerichts in diesem Fall wird am Donnerstag erwartet.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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