Meterologen warnen: Zyklonales Unwetter bringt Großbritannien nassen Februar
Nach einem stürmischen Jahresbeginn steht dem Vereinigten Königreich ein weiterer unbeständiger Monat bevor. Der nationale Wetterdienst, das Met Office, sagt für weite Teile des Februars anhaltende Niederschläge voraus, die mit starkem Wind und in nördlichen Regionen auch mit Schnee einhergehen werden.
Neue Warnungen nach durchweichtem Januar
Bereits der Januar war von zahlreichen Unwettern geprägt, mit Warnungen vor Schnee, Eis, Regen und Orkanböen. Nun sind die Böden in vielen Gebieten gesättigt, was die Gefahr von Überschwemmungen und schwierigen Reisebedingungen erhöht. Konkret sind der Südwesten Englands, Wales und Nordirland betroffen. Für den Norden Englands gilt zudem eine Schneewarnung.
Die Prognosen für die kommenden Tage bieten kaum Hoffnung auf Besserung. Für den 5. und 6. Februar wird für die meisten Landesteile ein „wolkiges und nasses“ Wetter mit weiteren „Regenfällen, teils heftig“ erwartet. Auch in der Nacht bleibt es bedeckt, und auf einigen Hügeln liegt Schnee, während ein kalter Wind aufzieht. Das kommende Wochenende bringt voraussichtlich landesweit Regen, der im Norden und in Schottland in Schnee und Eis übergehen kann.
Zyklonale Muster dominieren die Langfristprognose
Die entscheidende Wetterlage stellt sich laut Met Office in der zweiten Monatshälfte ein. Für den Zeitraum vom 9. bis 18. Februar dominierten „zyklonale Muster“ über den Britischen Inseln. Atlantische Frontensysteme treffen dabei auf blockierende Hochdruckgebiete im Nordosten, was zu lang anhaltenden und teils schweren Regenfällen im ganzen Land führen wird. Die westlichen Gebiete werden den heftigsten Niederschlag abbekommen.
Wenn die Regenbänder nordwerts ziehen, ist insbesondere in Schottland und auf höherem Gelände mit Schnee zu rechnen. Küstenregionen müssen sich zudem auf starke Winde einstellen. Die Temperaturen werden voraussichtlich im Durchschnitt oder leicht darüber liegen, wobei es im Norden am kältesten bleibt.
Diese wechselhaften Bedingungen mit Tiefdruckgebieten werden sich laut der Vorhersage für den Zeitraum vom 19. Februar bis zum 5. März fortsetzen. Das bedeutet weiterhin Schauer oder längere Regenperioden, die zeitweise heftig ausfallen, sowie Schnee auf den Hügeln im Norden und mögliche starke Winde, besonders an den Küsten.
Ein Met Office-Sprecher, Stephen Dixon, wies auf mögliche Folgen hin: Der anhaltende Regen auf bereits wassergesättigte Böden erhöhe die Gefahr von Verkehrsbehinderungen und örtlichen Überschwemmungen. Es sei wahrscheinlich, dass in den kommenden Tagen weitere Unwetterwarnungen ausgegeben werden müssten.
Ob es später im Monat zu benannten Stürmen kommen wird, sei noch zu früh, um genau vorherzusagen, so Dixon. Die mittel- und langfristigen Prognosen deuteten jedoch auf weiteres nasses und windiges Wetter hin, was die „Möglichkeit“ von benannten Stürmen berge, „wenn die Bedingungen und Auswirkungen dafür sprechen“. Die Entwicklung solcher Systeme geschehe oft kurzfristig.