Massiver Wintersturm legt New York und die Tri-State Area lahm
Am Sonntag, den 25. Januar 2026, traf ein mächtiger Wintersturm die Region New York und das umliegende Tri-State-Gebiet mit voller Wucht und führte zu erheblichen Beeinträchtigungen des täglichen Lebens und des Verkehrs. Laut der Nationalen Wetterbehörde (NWS) war mit „erheblichen Störungen im Transportwesen und dem täglichen Leben“ zu rechnen. Die Vorhersagen, dass zwischen sechs und zwölf Zoll Schnee fallen würden, trafen ein, während eine Mischung aus Schnee, Regen und eisigen Temperaturen das Gebiet verwandelte und die Sicherheitsbehörden zu einem koordinierten Notfalleinsatz bewegte.
Unwetter trifft besonders hart in den äußeren Stadtteilen
Bereits am Nachmittag des Sonntag wurden in Williamsburg, Brooklyn, 9,7 Zoll Schnee gemessen, während das Hudson Valley, Long Island und der Norden New Jerseys unter mehr als einem Fuß Schnee begraben waren. In Levittown, New York, fielen 12,1 Zoll, und Wayne, New Jersey, erlebte mit einem vollen Fuß Schnee die heftigsten Schneemengen. Gouverneur Mikie Sherrill aus New Jersey bezeichnete den Sturm als „einen der stärksten, den wir in den letzten zehn Jahren erlebt haben“, während er gleichzeitig von „fast weißen Bedingungen“ und den kältesten Temperaturen seit Jahren sprach.
Die New Yorker Behörden reagierten schnell auf die zunehmende Gefahr. Die New Yorker Polizei und Feuerwehr setzten ihre Einsatzkräfte vollständig ein, während die Straßenreinigungseinheiten des Department of Sanitation mit über 2.200 Schneepflügen in Bereitschaft standen. Bürgermeister Zohran Mamdani erklärte, dass es eine „lange und herausfordernde“ Zeit werde, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien, aber er zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadt die Herausforderungen meistern könne. Der New Yorker Verkehrs- und Sanitätsdienst setzte sich in enger Zusammenarbeit für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit ein.
Doch trotz dieser Maßnahmen kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen: Mehr als 2.700 Flüge wurden am New Yorker Flughafen gestrichen, und LaGuardia musste vorübergehend vollständig geschlossen werden. Die Federal Aviation Administration ordnete am Sonntag Bodenstopps an beiden großen Flughäfen JFK und LaGuardia an, und auch Newark Liberty International Airport kämpfte mit zahlreichen Flugausfällen. Der öffentliche Nahverkehr von NJ Transit stellte seine Dienste ein, während die Port Authority Bus Terminal für den Tag schloss. Die U-Bahn und Busse in New York blieben in Betrieb, jedoch nur nach einem reduzierten Fahrplan, wobei Verspätungen unvermeidlich waren.
Der Sturm führte auch zu Problemen bei der Stromversorgung, da schweres Eis auf den Stromleitungen lastete. Gouverneurin Kathy Hochul erklärte den Notstand und setzte 5.500 Mitarbeiter in Bereitschaft, um die Stromversorgung im Falle von Ausfällen wiederherzustellen. Darüber hinaus wurden 200 Mitglieder der Nationalgarde mobilisiert, um bei den Bemühungen zu helfen.
In New Jersey wurden ähnliche Maßnahmen ergriffen, um der drohenden Gefahr von Stromausfällen und Verkehrsstörungen zu begegnen. Gouverneurin Sherrill empfahl den Bürgern, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten, um den Verkehr zu vermeiden und den Einsatzkräften das Arbeiten zu erleichtern.
Der Wintersturm brachte nicht nur logistische Herausforderungen mit sich, sondern führte auch zu zahlreichen Ausfällen im öffentlichen Leben. Die Broadway-Theater mussten ihre Sonntagsvorstellungen absagen, und in vielen Geschäften in New York kam es zu langen Warteschlangen, während die Einwohner Vorräte an Lebensmitteln und Heizmaterialien horten. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Letitia James warnte Unternehmen vor Preiswucher und kündigte Strafen von bis zu 25.000 US-Dollar für Verstöße an.
Inmitten dieser widrigen Umstände blieb die Stimmung in der Stadt teils auch von einem humorvollen Charme geprägt. Bürgermeister Mamdani, der selbst zusammen mit den Stadtarbeitern Schnee schaufelte, rief die New Yorker zu einer Pause auf: „Bleiben Sie zu Hause, schauen Sie sich die Schneeflocken an, genießen Sie das, was Sie am meisten lieben, und halten Sie sich von den Straßen fern“, sagte er in einer Pressekonferenz. „Das Beste, was Sie tun können, ist es, nicht zu fahren.“
Während viele New Yorker den Wintersturm mit Aktivitäten wie Schlittenfahren im Central Park oder Spaziergängen durch Times Square genossen, wiesen die Behörden weiterhin auf die Gefahren der extremen Kälte und der anhaltenden Schneeverhältnisse hin. Gouverneurin Hochul prognostizierte, dass der Staat die längste Kälteperiode in Jahren erleben werde und dass die Schneemengen in den kommenden Tagen weiterhin außergewöhnlich hoch sein könnten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wintersturm nicht nur New York, sondern auch die benachbarten Bundesstaaten schwer getroffen hat. Trotz der immensen Anstrengungen der Behörden, die Auswirkungen abzumildern, bleibt die Stadt noch lange mit den Nachwirkungen des Sturms beschäftigt.