Man erhält Krankenhausbefehl nach tödlichem Messerangriff an Londoner Bushaltestelle
Ein Mann, der eine Großmutter an einer Bushaltestelle in Nord-London mit einem Jagdmesser erstochen hat, wurde für ihren Tod verantwortlich gemacht und erhält eine unbefristete Krankenhausstrafe. Jala Debella, 25, aus Colindale, Barnet, hatte das Messer online gekauft, bevor er Anita Mukhey, 66, bis zu 18 Mal stach. Debella war in einer Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen untergebracht, als der Angriff stattfand.
Der tödliche Vorfall ereignete sich am 9. Mai 2024 in Edgware, als Mukhey auf ihren Bus wartete. Zeugen berichteten, dass Debella das Opfer in einem „wahllosen Angriff“ erstach und anschließend ruhig davonging. In einer Gerichtsverhandlung stellte das Gericht fest, dass Debella in der Tat verantwortlich war, obwohl er aufgrund seines psychischen Zustands nicht für die Anklage verhandeln konnte. Das Verfahren wurde als „Tatsachenprozess“ durchgeführt, bei dem das Gericht den Fall weiter verhandelte, ohne dass Debella sich der Schuld oder Unschuld stellte.
Ermittlungen und Psychologische Bewertung
Die Polizei hatte Debella rasch gefasst, da er schnell von Überwachungskameras und DNA-Beweisen mit dem Verbrechen in Verbindung gebracht werden konnte. Ermittlungen zeigten, dass Debella ein Interesse an Gewalt hegte und vor und nach der Tat im Internet nach gewalttätigen Videos und Nachrichtenberichten über Stabbereiche suchte.
Ein Computerprotokoll zeigte, dass Debella das Jagdmesser am Morgen des Mordes online bestellt hatte. Er verfolgte die Lieferung auf der Website von Royal Mail und verließ sein Pflegeheim um 11:20 Uhr, nachdem das Messer dort angekommen war. Ein paar Minuten später wurde er dabei gefilmt, wie er an der Bushaltestelle vorbeiging, an der Mukhey wartete, und kehrte kurz darauf zurück, um die tödliche Attacke auszuführen.
Die Polizei konnte Debella später in seiner Einrichtung festnehmen, nachdem er das Messer in einem Mülleimer abgelegt hatte. Trotz der Bemühungen von Sanitätern, Mukhey zu retten, starb sie noch am Tatort. Ihre Familie äußerte sich nach dem Urteil und beschrieb sie als „das Herz der Familie“. Sie betonten, dass es für sie schwer sei, die Lücke zu akzeptieren, die ihr Verlust hinterlasse.
Die Familie kritisierte in einer Erklärung, dass Debella trotz einer bekannten psychischen Erkrankung in der Lage war, Waffen zu erwerben und gewalttätige Tendenzen zu zeigen, was auf eine Lücke im aktuellen Risikomanagement hinweise. Sie forderten eine gründliche Untersuchung der Sicherheitslücken und des Waffenhandels innerhalb von Einrichtungen für psychische Gesundheit.
„Wir erkennen an, dass diese Fragen nicht Teil des Verfahrens sind, aber sie müssen gründlich überprüft werden“, hieß es in der Erklärung. „Unsere Familie ist bereit, der Rechtsmedizin bei einer möglichen zukünftigen Untersuchung zu helfen, um Lehren zu ziehen und den Schutz der Öffentlichkeit zu stärken.“
Der Fall hat tiefgreifende Fragen zu den Sicherheitsvorkehrungen in Einrichtungen für psychische Erkrankungen aufgeworfen, da Debella trotz seiner Behandlung in einer sicheren Einrichtung in der Lage war, Waffen zu beschaffen, ohne dass dies bemerkt wurde. Diese Bedenken müssen in zukünftigen Prüfungen berücksichtigt werden.