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Lufthansa lässt Ex-Gewerkschaftsschef glimpflich davonkommen

Muss der Lufthansa-Chef der Kabinengewerkschaft das Gehalt weiterzahlen, während er Tarifverhandlungen führt? Darüber hinaus haben die Airline und der Gewerkschafter vor Gericht – jetzt haben sie sich geeinigt.

Anfang Dezember vergangenen Jahres erlebte der damalige Chef der Flugbegleitergewerkschaft UFO, Nicoley Baublies, eine ziemlich unschöne vorweihnachtliche Überraschung. Weil selbst und in anderen Funktionen längere Zeit überwiegend mit Tarifverhandlungen beschäftigt waren, wurden anstatt zu fliegen, verlangte die Lufthansa von den Arbeitnehmervertretern und ihrer Organisation rund 800.000 Euro Gehalt zurück.

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Heft 33/2019

SOS.

Wahnsinn Kreuzfahrt – die dunkle Seite des Traumurlaubs

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Alleine Baublies sollten die Summe von 235.736,14 Euro erstatten – das gesamte Gehalt, das zwischen 2015 und November 2018 von seinem Arbeitgeber erhalten hatte. Baublies is schon seit Längerem fluguntauglich geschrieben.

Nun lenkt die Lufthansa überraschenderweise ein – ausgerechnet bei dem Mann, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hat, seit er 2015 den bislang härtesten Streik der Flugbegleiter bei der Firma organisiert hat.

Am Mittwoch vergangener Woche werden beide Seiten vor dem Frankfurter Arbeitsgericht auf einen Vergleich. Baublies muss nur sieben Prozent der ursprünglich geforderten Summe zahlen. Außerdem darf er den Betrag vom 1. Januar an in monatlichen Raten abstottern.

Im Fliegerjargon heißt man so etwas wie eine sanfte Landung.