Lord Mandelson bestreitet Zahlungen von Jeffrey Epstein zu erinnern
Lord Peter Mandelson hat erklärt, dass er keine Erinnerung an Zahlungen von Jeffrey Epstein hat, die sich auf insgesamt 75.000 US-Dollar belaufen und während seiner Zeit als Abgeordneter der Labour Party gezahlt wurden. Die Zahlungen tauchten kürzlich in einer umfangreichen Veröffentlichung von Epstein-Dateien auf, die von der US-Regierung veröffentlicht wurden.
Ein Dokument zeigt eine Zahlung von 25.000 US-Dollar auf das Konto von Reinaldo Avila da Silva, dem heutigen Ehemann von Lord Mandelson, datiert auf den 14. Mai 2003. Die Zahlung scheint den Vermerk „Peter Mandelson“ als Begünstigten zu führen. Weitere Zahlungen von je 25.000 US-Dollar an Mandelson sind in Bankunterlagen vom Mai und Juni 2004 zu finden.
Zur damaligen Zeit war Mandelson Abgeordneter für Hartlepool und diente auch als Minister. Der Peer erklärte gegenüber der BBC, dass er sich nicht daran erinnere, diese Zahlungen erhalten zu haben und fragte sich, ob die Dokumente überhaupt authentisch seien.
Fotos aus Epsteins Akten werfen Fragen auf
Zusätzlich zu den finanziellen Aufzeichnungen gibt es auch Fotografien in den Epstein-Dateien, die einen Mann zeigen, der stark an Lord Mandelson erinnert. Die Bilder zeigen ihn in Unterwäsche und T-Shirt zusammen mit einer Frau, deren Gesicht unkenntlich gemacht wurde. Mandelson sagte, er könne sich weder an den Ort noch an die Frau auf den Bildern erinnern und wisse nicht, unter welchen Umständen die Aufnahmen entstanden.
Die neu veröffentlichten Akten legen auch nahe, dass Epstein einen erheblichen Betrag an da Silva überwiesen hatte, um die Gebühren für seinen Besuch an der British School of Osteopathy zu decken.
Lord Mandelson hat sich bereits mehrfach öffentlich bei den Opfern von Epstein entschuldigt und betont, dass er „nichts weiter hinzuzufügen“ habe, was seine Verbindungen zu Epstein betreffe.
Obwohl er in den Epstein-Dateien erwähnt wird, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass er sich eines Vergehens schuldig gemacht hat. Dennoch führte die Kontroverse um die Zahlungen und die anhaltenden Kontakte Mandelsons zu Epstein dazu, dass er im vergangenen Jahr als US-Botschafter entlassen wurde.
Im Zusammenhang mit den Enthüllungen wurde auch die Frage aufgeworfen, ob Mandelson aufgrund seiner Verbindung zu Epstein seines Titels als Lord entbunden werden sollte. Steve Reed, der Minister für Gemeinschaften, äußerte sich dazu im britischen Fernsehen und sagte, dass vor einer solchen Entscheidung zunächst alle relevanten Informationen gesammelt werden müssten. Reed erklärte, dass es für Mandelson entscheidend sei, zu klären, ob die Zahlungen ordnungsgemäß erklärt wurden, da zu jener Zeit bereits Deklarationsregeln bestanden.