Londoner Teenager bekennt sich zu Besitz von Bombenbau-Anleitungen und Terror-Material
Ein 19-Jähriger aus London hat sich vor Gericht zu schwerwiegenden Straftaten bekannt, darunter der Besitz von Terrorismus-relevantem Material und Cyberstalking. Dihan Rahman aus Southall gestand am zweiten Tag seines Prozesses am Old Bailey am Freitag, dem 6. Februar, insgesamt sechs Anklagepunkte.
Stalking führt zu Terrorermittlungen
Die Ermittlungen der Counter Terrorism Policing London begannen ursprünglich aufgrund von Belästigungsvorwürfen. Rahman wurde beschuldigt, zwei Mädchen aus seiner Schule gestalkt und bedroht zu haben, nachdem eine von ihm abgewiesen worden war. Nach seiner ersten Festnahme im März 2024 missachtete er seine Auflagen und kontaktierte die Opfer weiterhin über soziale Medien.
Im November 2024 folgte eine zweite Festnahme, nachdem Ermittler entdeckt hatten, dass er persönliche Daten der beiden Mädchen und einer Lehrerin online veröffentlicht und sie in eine angebliche „Verschwörung“ gegen sich verwickelt hatte. Zu diesem Zeitpunkt bekannte er sich auch schuldig, drei Fälle von Stalking und den Besitz indizierter Bilder begangen zu haben.
Bombenbau-Videos auf verschlüsselten Datenträgern
Die forensische Analyse seiner beschlagnahmten digitalen Geräte – einschließlich Handy, Computer, einer verschlüsselten Festplatte und eines USB-Sticks – brachte jedoch schwerwiegendere Vergehen ans Licht. Die Ermittler fanden zwei Videos mit detaillierten Anleitungen zum Bau von Bomben sowie ein weiteres terroristisches Dokument.
Dafür bekannte sich Rahman am Freitag schuldig: zu drei Anklagepunkten des Besitzes von Dokumenten, die für eine Person, die eine terroristische Handlung begeht oder vorbereitet, nützlich sein könnten.
Die Polizei hob die Rolle der Lehrer hervor, die mit ihren Bedenken zuerst die Polizei eingeschaltet hatten. Eine Lehrerin, die Beweise geliefert und Rahman beim Prevent-Programm gemeldet hatte, wurde später von Rahman mit bösartigen Beschwerden überzogen.
Ein „zutiefst besorgniserregender Trend“
Helen Flanagan, Detective Chief Superintendent bei Counter Terrorism Policing London, nannte den Fall ein Beispiel für einen „wachsenden und besorgniserregenden Trend“, bei dem junge Menschen vor allem online in extremistische und gewalttätige Ideologien gezogen werden. Sie lobte den Mut der Opfer, von denen zwei Teenager waren.
Flanagan betonte die Wichtigkeit von Wachsamkeit: „Unsere Botschaft ist klar – wenn Sie auch nur die geringsten Bedenken haben, dann handeln Sie frühzeitig und kontaktieren Sie uns, bevor es zu spät sein könnte.“ Gleichzeitig unterstrich sie, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit aller Härte verfolgt werde.
Als eine kleine, aber bezeichnende Einzelheit aus dem Fall wurde bekannt, dass Rahman im Mai unter anderem ein Foto eines deutschen Nazi-Soldaten mit Gewehr im Wald gepostet hatte.
Die Behörden verwiesen auf die Initiative ACT Early und riefen dazu auf, die Hinweise auf Radikalisierung ernst zu nehmen. Dihan Rahman wird am 6. Mai am Old Bailey sein Urteil erhalten.