Londoner Stadtrechte für Rebecca Salter, erste Präsidentin der Royal Academy
Die britische Künstlerin Rebecca Salter ist mit der Freiheit der City of London ausgezeichnet worden. Die Ehrung gilt ihrer herausragenden Beitrag zur Kunst und zur zeitgenössischen Kunst. Salter ist die erste Frau, die in der über 250-jährigen Geschichte der Royal Academy of Arts zur Präsidentin gewählt wurde.
Eine Brücke zwischen Kunst und Stadt
Bei der Zeremonie in der Guildhall Art Gallery nannte Salter die Verleihung eine „Ehre“. „In unsicheren und schwierigen Zeiten spielen die Künste eine immer wichtigere Rolle dabei, unsere Fähigkeit zu entwickeln, uns selbst und andere zu verstehen“, sagte sie. Sie hoffe, die Verbindungen zwischen der Royal Academy und der City of London weiter auszubauen, um gemeinsam dafür zu sorgen, dass künftige Generationen den Reichtum der Kunst in all ihren Formen erforschen könnten.
Chris Hayward, politischer Vorsitzender der City of London Corporation, gratulierte der Künstlerin zu der „wohlverdienten Anerkennung“. Mark Lucraft, Recorder of London, würdigte ihre „bemerkenswerten Talente“ und ihre Führung einer der prestigeträchtigsten Kulturinstitutionen des Landes.
International geprägte Karriere
Salters künstlerischer Weg wurde maßgeblich von einem Japan-Aufenthalt geprägt. Nach einem Keramikstudium in Bristol erhielt sie ein Leverhulme-Stipendium für die Kunsthochschule in Kyoto. Diese Zeit formte ihren minimalistischen, multimedialen Ansatz und führte zur Veröffentlichung von zwei Büchern über japanische Druckgrafik.
Ihre Arbeiten sind in internationalen Sammlungen wie der Tate, dem British Museum, dem Victoria and Albert Museum und dem Yale Centre for British Art zu finden. 2014 wurde sie Royal Academician, 2017 zur „Keeper“ der Royal Academy Schools gewählt, bevor sie 2019 das Präsidentenamt übernahm.
Die City of London Corporation, die jährlich mehr als 130 Millionen Pfund in Kunst, Kultur und Erbe investiert, verwaltet eine Reihe weltbekannter Institutionen wie das Barbican Centre, die Tower Bridge und die Guildhall School of Music and Drama. Die Verleihung der Stadtrechte ist eine alte Tradition, die bis ins Jahr 1237 zurückreicht und einst die Berufsausübung ermöglichte. Zu den jüngsten Empfängern gehören die Oscar-preisgekrönte Schauspielerin Cate Blanchett, der Choreograf Sir Matthew Bourne und der ehemalige Schwergewichtsboxer Frank Bruno.