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London: Moderatorin Kirsty Gallacher nach Straßenangriff fordert mehr Polizeipräsenz

Die britische Moderatorin und ehemalige Sky Sports News Präsentatorin Kirsty Gallacher hat sich nach einem gewalttätigen Übergriff in der Londoner Innenstadt für einen verstärkten Polizeieinsatz auf den Straßen ausgesprochen. Der Täter, der die 50-Jährige im vergangenen Jahr attackierte, ist bis heute nicht gefasst.

Gallacher schilderte dem Programm „The UK Tonight with Sarah-Jane Mee“, dass der Angriff am Abend des 28. Oktober gegen 19 Uhr stattfand, als sie auf dem Weg zu ihrem Auto war. Die Straßen waren beleuchtet und andere Menschen in der Nähe. Ein ihr unbekannter Mann, „ganz in Schwarz gekleidet und vermummt“, habe sich plötzlich umgedreht und sie „wirklich getreten – als würde er einen Fußball treten“.

Appell gegen Gewalt an Frauen

Die Mutter zweier Kinder zeigte sich schockiert über die fehlende Polizeipräsenz im Moment der Tat. „Wir sind in der Londoner Innenstadt und ich habe überall Ausschau gehalten, ich wollte fast schreien: ‚Bitte helft mir!'“, so Gallacher. Sie forderte, dass die Polizei auch scheinbar kleinere Übergriffe auf Frauen ernst nehmen müsse.

Ihr zentraler Vorwurf lautet, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen gesellschaftlich fast schon akzeptiert und als „eine dieser Sachen“ abgetan werde. „Deshalb melden Frauen diese Straftaten auch nicht, weil nicht genug dagegen unternommen wird“, erklärte die Moderatorin, die aktuell die „Gold Radio Drive“-Sendung bei Global präsentiert.

Ein Sprecher der Metropolitan Police bestätigte, dass die Beamten mit dem Opfer in diesem Fall mehrfach gesprochen und Updates zum Fortgang der Ermittlungen gegeben hätten. „Das Bild des Tatverdächtigen bleibt im gesamten Bereich der Met im Umlauf. Die Untersuchung ist derzeit eingestellt, wird aber überprüft, sollten neue Informationen auftauchen.“

Persönliche Details und Kampf gegen Tinnitus

Neben dem Angriff sprach Gallacher auch über ein anderes persönliches Thema: ihr Leben mit Tinnitus. Die Erkrankung entwickelte sich bei ihr nach einem gutartigen Tumor im Ohr, der sie auf einem Ohr fast taub zurückließ. Sie beschrieb „ein leises, summendes Geräusch, das einfach immer da ist“, das an manchen Tagen, abhängig von der Situation, „wirklich laut“ werden könne.

Da Tinnitus einen von sieben Erwachsenen in Großbritannien betreffe, wolle sie das Bewusstsein für die Erkrankung schärfen, weil sie das Leben der Betroffenen „zerstören“ könne. Am Tag nach dem Angriff hatte Gallacher ihre Erfahrungen zunächst in einem emotionalen Video auf Instagram geschildert, um andere zur Wachsamkeit zu mahnen.

Obwohl die Polizei zum Zeitpunkt des Vorfalls unterstützend gewesen sei, scheine der Angreifer der Gerechtigkeit entkommen zu sein. Gallachers Forderung bleibt eindeutig: Sie wünsche sich eine größere Polizeipräsenz auf den Straßen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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